Art
Künstlerische Intervention
PHÄNOMEN BRUNNEN: Urbane Wasserarchitekturen im Anthropozän
Zeitspanne
29.8.24, 18.15 – 19.45 Uhr
Bild
Teasertext
Die Veranstaltung ist kostenfrei zugänglich.
Ort: Freiraum im MK&G
 
Brunnen sind Archetyp und Sinnbild urbaner Wasserpolitik. Retrospektiv wandelten sich die Nutzungsanforderungen an urbanen Wasserarchitekturen im öffentlichen Raum in der Geschichte. Sie dienten im Laufe der Zeit der Trinkwasserversorgung, Hygiene, waren Orte der Kommunikation sowie Kontemplation und dienten der politischen und ästhetischen Repräsentation ihrer Zeit. Heute bilden Brunnen und urbane Wasserarchitekturen oft technisch veraltete, sparsam verwaltete, soziale Leerstellen, die mit knappem Trinkwasser betrieben werden. Aktuell radikalisieren (informelle) Praktiken urbane Wasserarchitekturen. So ist das Baden in Brunnen an heißen Sommertagen vermehrt zu beobachten, Forderungen nach öffentlichen Trinkwasserbrunnen werden lauter und junge Klimaaktivist*innen wählen symbolträchtig Monumentalbrunnen als Orte ihres Protests. Auch performative Interventionen von Künstler*innen thematisieren die vielfältige Aneignung und öffnen den Diskurs. Gemeinsam möchten wir mit Expert*innen aus unterschiedlichen Perspektiven das Phänomen Brunnen und urbane Wasserarchitekturen verstehen und gemeinsam über ihre Zukünfte spekulieren. Expert*innen des Gesprächs sind u. a. Kathrin Korth (Stadtplanerin) und Joscha Schell (Künstler). 
 
Die Veranstaltung ist mit vorab stattfindenden öffentlichen Interventionen von interdisziplinären Masterstudierenden der HCU Hamburg verbunden. Die künstlerischen Interventionen thematisieren vor Ort an drei Hamburger Brunnen die sozialen Praktiken sowie mögliche Zukünfte von Wassergemeinschaften. 
 
Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Water Pressure. Gestaltung für die Zukunft“.