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Rundgang
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2. OG

Neben Sonderausstellungen und wechselnden Präsentationen der Sammlungen Ostasien, Fotografie und neue Medien, Grafik und Plakat finden Sie hier ein eindrucksvolles Zeitdokument: Einen Teil der legendären, in den 1960er Jahren vom dänischen Designer Verner Panton gestalteten Kantine aus dem Spiegel-Verlag.

Lieblingsobjekt

Armband

In einer der historischen Holzvitrinen der „Hamburger Moderne“ ist dieses Armband von 1931 ausgestellt. Wie neuartig und progressiv es doch in seiner hochglänzenden Veredelung und kühlen Ästhetik wirkt! Acht rechteckige Metallplatten sind über Drähte und Röhrchen beweglich aneinander gefügt – ergeben ein prismenförmiges Gebilde mit Knopfverschluss. Verziert mit einem gestanzten Lochdekor, erinnert es an ein Windlicht und ist doch als Schmuckstück konzipiert. Der in Kiew geborene und von 1924 bis 1933 in Hamburg lebende Goldschmied und Beleuchtungsarchitekt Naum Slutzky hat dieses Armband entworfen und in einfacher Montagetechnik aus verchromten Messingteilen angefertigt. Als extravagantes Accessoire wendet es sich an die moderne Frau der 1930er Jahre, die für technischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wandel steht und den unedlen Avantgarde-Schmuck in seiner eigenen Schönheit erkennt. Das Armband ist für mich neben all den anderen Slutzky-Arbeiten ein schönes Beispiel für die besondere Kreativität des Künstlers, der vor seiner Hamburger Zeit für die Wiener Werkstätte und das Weimarer Bauhaus arbeitete. Mit seinen Entwürfen hat er traditionelle Gestaltungs- und Herstellungsweisen von Schmuck in Frage gestellt und neue Wege aufgezeigt.

Susanne Sauerbrunn, Digitale Inventarisierung

Impressionen aus dem 2. OG

 

Sammlung vor Ort