Weibliche Gliederpuppe

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  • Herstellung 2. Hälfte 5. Jahrhundert v. Chr.
Weibliche Gliederpuppe, bestehend aus vollplastisch modelliertem Kopf und Rumpf, bis zu den Knien aus einem Stück gearbeitet. Arme und Beine mit abwärts gestreckten Füßen sind gesondert gearbeitet und waren ursprünglich mit Schnüren oder Drähten am Körper befestigt. Auf dem Kopf befindet sich ein Loch, das ursprünglich zum Aufhängen der Figur diente.
Der Körper ist flach, Brüste und Glutäen sind herausmodelliert. Über dem gescheitelten Stirnhaar verläuft eine Reihe von Buckellöckchen. Den Kopf bedeckt eine Haube (griech. Polos).
Der Polos als auch die gestreckten Füße lassen an eine Tänzerin denken. Aufgehängt in einem heiligen Hain, klapperten die Gliedmaßen leise, wenn eine leichte Brise ging. Die so entstehende Lebendigkeit mag die Menschen jener Zeit wohl mit einer gewissen Scheu und Ehrfurcht erfüllt haben.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Weibliche Gliederpuppe, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Public Domain, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00125301

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