Statuette eines Mufflon

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  • Herstellung 7./6. Jahrhundert v. Chr.
Das Tier steht auf einer flachen, viereckigen Basis in ruhiger, frontaler Haltung mit zur Seite gedrehtem Kopf. Seine mächtigen Hörner bilden einen wirkungsvollen Kontrast zu den zarten Ohren. Auffällig sind die breite Stirn des Tieres, seine großen, aufmerksamen Augen sowie seine schmale, mit großer Sensibilität modellierte Schnauze.
Verglichen mit dem Kopf erscheint der Körper stark vereinfacht. Ein konisch ausladender, übertrieben langer Hals ragt über einen zylindrischen Rumpf mit stilisierten, plattenförmigen Schulterblättern empor. Die spindeligen, kaum artikulierten Beine sind durch grob gestaltete Hufe mit der Basis verbunden; durch unsachgemäße, mechanische Reinigung wurden die Hufe sehr verunstaltet. Eine runde Ausbuchtung auf der Unterseite der Basis ist ein Rest des Gusszapfens. Er mag für die ursprüngliche Befestigung oder Sockelung gedient haben, da es sich vielleicht um einen Aufsatz oder eine Standartenfigur handelt. Hierfür spricht auch das Vorhandensein einer ähnlichen, aber spiegelverkehrten Bronze in der Schweizer Privatsammlung Gillet (Lausanne), die eventuell das Pendant zu dem Hamburger Stück bildet.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Statuette eines Mufflon, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00126083

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