Statue der Isis-Fortuna

Tags

  • Herstellung 2. Jahrhundert n. Chr.
Die mit fehlendem Kopf überlebensgroße Statue der Göttin Isis-Fortuna steht in Frontalansicht mit beiden Füßen auf einer runden Plinthe. Sie ist bekleidet mit einem gefalteten bodenlangen Chiton, dessen dünner Stoff die Körperkonturen sichtbar durchscheinen lässt. Zwischen den vom Stoff unbedeckten Brüsten befindet sich der für Isis typische Schlaufenknoten. Darüber trägt sie einen über die Schulter geworfenen und locker um die Hüften gewundenen gefalteten Mantel mit kurzen Fransen, der in einer gerafften Stoffpartie zwischen den Beinen kaskadenförmig bis auf den Boden herabfällt. Auf den Schultern liegen die Enden von langen Korkenzieherlocken. Mit dem rechten, heute vollständig verlorenen Arm stützte sich die Göttin ursprünglich auf ein Steuerruder, von dem noch ein Teil des Ruderblattes auf der Plinthe und ein kurzer Steg über der Hüfte zu sehen ist. Auf dem linken, angewinkelten Arm, dem Oberarm aufliegend, befindet sich ein Füllhorn. Am Unterarm hängt eine kleine Situla. Hand und Handgelenk fehlen. Die großen Füße mit Sandalenriemen sehen unter dem Gewand hervor. Die Rückseite ist nur summarisch ausgearbeitet.
Die Statue, die eine der wesentlichsten Göttinnen des Nillandes darstellt, kann nach verschiedenen Wiederholungen des Motivs in römischen Kleinbronzen gut ergänzt werden. Mit dem Steuerruder ist sie die sichere Lenkerin durch die Fährnisse des Lebens. Aus dem Füllhorn spendet sie Überfluss und Segen. Die am Unterarm hängende Situla sowie der Knoten zwischen den Brüsten, das Fransengewand und die kaskadenförmige Stoffpartie sind typisch für Isis.
Die Statue hat ursprünglich wohl in der Nische eines Tempels gestanden. Die nur summarisch ausgearbeitete Rückseite und die geringe Tiefe der Figur zeigen an, dass der Bildhauer von vornherein nur die Vorderansicht im Auge gehabt hat. Von der anzunehmenden Bemalung hat sich nichts erhalten.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Statue der Isis-Fortuna, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Public Domain, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00126471

Wir arbeiten kontinuierlich daran, Informationen zu den Sammlungsobjekten zugänglich zu machen. Bitte beachten Sie, dass die Daten trotzdem unvollständig oder fehlerhaft sein können und eine nicht mehr zeitgemäße oder diskriminierende Sprache aufweisen können. Von den geschätzten 600.000 Objekten ist nur eine Auswahl online verfügbar. Wenn Sie Fragen, Hinweise und Kommentare zu den Objekten haben, freuen wir uns über eine Nachricht.