Bandelow, Wilhelm Carl Friedrich

Selbstbildnis

Fallback-Bildstil

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  • Herstellung 1902
Wilhelm Bandelow war ein Amateurfotograf mit künstlerischen Ambitionen. Der studierte Theologe arbeitete als Lehrer in Krakow und Malchow (Mecklenburg-Vorpommern) und wurde 1910 Pastor im mecklenburgischen Jatzke. 1900 trat er der Gesellschaft zur Förderung der Amateurphotographie Hamburg als auswärtiges Mitglied bei. 1902 wurde eines seiner Bilder als Plakatmotiv für die IX. Internationale Ausstellung von Kunstphotographien in der Kunsthalle zu Hamburg ausgewählt. Im selben Jahr entstand auch das Selbstporträt mit Kamera. Bandelow zeigt sich darin als Fotograf bei der Arbeit: Den Kopf schräg gehalten und das Gesicht mit der abgewinkelten Hand beschattet, kneift er ein Auge zusammen und visiert das Motiv mit dem anderen. Diese Inszenierung veranschaulicht den kreativen Prozess des Fotografierens – das bewusste Sehen und Auswählen, das Komponieren und Interpretieren das jedem fertigen Bild vorausgeht.
Das MK&G ist im Besitz des umfangreichen Nachlasses des Fotografen. Seine Bilder haben vor allem Familie und Freunde, sein häusliches Umfeld und die norddeutsche Landschaft zum Thema. Neben sorgfältig ausgearbeiteten Vergrößerungen, die Bandelow auf den Ausstellungen der Amateurvereine zeigte, hinterließ er hunderte kleinformatiger skizzenhafter Abzüge. Neben seinem fotografischen Werk publizierte er auch Artikel zu kunstfotografischen Themen.
(Lucas Stübbe)

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Wilhelm Carl Friedrich Bandelow, Selbstbildnis, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00030190

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