Reiter-Maler
Jagd-Maler

Randschale

Fallback-Bildstil

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  • Herstellung 3. Viertel 6. Jahrhundert v. Chr.
In Lakonien entwickelt sich um 580 v. Chr. eine eigenständige qualitätvolle Keramik, die sich zunächst an Athen orientiert. Kennzeichen sind der orangefarbene, fein geschlämmte Ton und ein gelblich-cremefarbener Überzug. Leitform ist die Schale.
Lakonische Vasen sind weit verbreitet, so sind Stücke u. a. aus Marseille, Tarent, Naukratis, Sardes, Rhodos, Samos und auch Etrurien sowie vom griechischen Festland bekannt.
Diese aus zahlreichen Fragmenten zusammengesetzte, dünnwandige Schale auf schlankem, hohem Fuß ist ein typisches Beispiel lakonischer Keramik. Die zierlichen, leicht nach oben gebogenen Henkel setzen unterhalb des abgesetzten, schräg nach außen verlaufenden Randes an. Schwarz gefirnisst sind der hohle Fuß, die Schalenunterseite mit drei umlaufenden, ausgesparten Streifen und mehreren dünnen Linien, die Henkel und die Innenseite der Schale, abgesehen vom Rand und vom Medaillon. Links und rechts neben den Henkeln befindet sich je eine Ritzpalmette. Die Randzone ist mit einem Blattstrahlenkranz dekoriert. Außerdem findet sich auf der Außenseite in der oberen Firniszone ein Paar sich gegenüberstehender eingeritzter Hähne; zwischen ihnen eine Knospe in der Mitte einer Doppelvolute.
Im Schaleninneren ist im Medaillon eine nach rechts sitzende Sphinx dargestellt. Das Medaillon wird durch fünf konzentrische Kreise eingefasst. Am inneren Schalenrand läuft eine Kette von gegenständigen Palmetten um. Rotbraune Deckfarbe auf Sphinx und Palmetten. Am linken Henkel und an der Wandung befinden sich sechs Löcher von einer antiken Reparatur.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Reiter-Maler, Jagd-Maler, Randschale, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00126479

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