Nettos-Maler

Randfragment eines Kraters (Sirene)

Fallback-Bildstil

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  • Herstellung Ende 7. Jahrhundert v. Chr.
Das Bruchstück gibt den oberen Teil eines wenig gebauchten Gefäßes wieder, wahrscheinlich eines Kraters. Dargestellt ist im Profil eine mit dem linken Bein voran nach rechts schreitende Sirene. Die Brust ist eiförmig vorgewölbt; der Kopf sitzt auf kurzem Hals; die Nase ist groß, das Auge frontal wiedergegeben. Eine Binde hält das Haar zusammen; darunter fällt eine lange, zopfartig gedrehte Locke seitlich herab; im Nacken bauscht sich üppige Haarfülle. Die gespreizten Federn des rechten Flügels bedecken den Hinterleib. Das Bruchstück endet hier. Auge, Nase und Mund, Binde, Haar und Flügel zeigen kräftig geritzte Binnenzeichnungen. Das Haar ist schwarz. Gesicht und Körper sind rotbraun und der Flügel ist schwarz, im oberen Teil und zur Bruchkante hin stark verblasst.
Der freie Raum ist mit Punktrosetten und einer Zickzacklinie gefüllt. Diese Darstellung hat vermutlich den Gefäßhals geziert, denn darunter befindet sich eine Einziehungslinie und ein kleines Stück des Bauches, auf dem der Kopf und Hals eines Schwanes dargestellt ist, im Format deutlich kleiner als die Sphinx. Auch hier füllen Punktrosetten die freien Flächen.
Der Nettos-Maler ist einer der frühesten attischen Vasenmaler. Deutlich sind in seinen Darstellungen noch Anleihen der korinthischen Vasenmalerei zu erkennen.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Nettos-Maler, Randfragment eines Kraters (Sirene), Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00123914

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