Hajek-Halke, Heinz

Nächtliche Großstadt

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  • Herstellung um 1951
Für das Motiv "Nächtliche Großstadt", belichtet Heinz Hajek-Halke das Fotopapier durch zwei übereinander gelegte Negative hindurch: Er kombiniert die Langzeitbelichtung einer Drahtplastik, die er mit bewegter Kamera aufnimmt, und die Aufnahme einer nächtlichen Straße. Hajek-Halke greift mit dieser Art der Fotomontage eine Arbeitsweise auf, mit der er bereits vor dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich war. An der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums als Grafiker ausgebildet, arbeitet er in den 1920er Jahren als Bildredakteur beim Presseverlag Dammert. Angeregt durch die Montagetechnik des Films versucht er sich 1924 in Zusammenarbeit mit der Fotografin Yva an ersten fotografischen Experimenten, bis sich das Duo aufgrund einer strittigen Urheberschaft trennt. Seine narrativen, humoristischen manchmal erotischen „Combi-Photographien“ werden sowohl in Illustrierten abgedruckt als auch in der Werbebranche verwendet. Der Gestaltung politischer Inhalte für die NSDAP entzieht sich Hajek-Halke. Er verlässt Berlin, arbeitet in Kressbronn am Bodensee als „Kleintierbiologischer Bildberichterstatter“ und ist ab 1938 als Werksfotograf und Gebrauchsgrafiker bei der Flugzeugwerft Dornier angestellt. Nach Kriegsende widmet er sich erneut seinem künstlerischen Werk, wird Mitglied der Gruppe "fotoform" und nimmt an den ersten beiden Ausstellungen zur Subjektiven Fotografie teil. 1955 wird er Dozent für Foto-Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. (Teresa Gruber)

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Heinz Hajek-Halke, Nächtliche Großstadt, um 1951, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Heinz Hajek-Halke/Michael Ruetz Collection/Agentur Focus, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/mkg-e00131359

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