Maskenperle

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  • Herstellung Ende 4.-3. Jahrhundert v. Chr.
Die Perle besteht aus einem unten offenen, oben waagerecht abgesetzten und mit einer in der Längsrichtung geriefelten Öse versehenen türkisfarbenen Zylinder, auf dem vorne aus gelber, dunkelblauer und weißer Glasmasse ein Gesicht aufgesetzt ist. Das Gesicht selbst ist gelb, die Stirn schließt eine Reihe von fünf dunkelblauen Ringellocken ab. Die langen, nur leicht gebogenen Augenbrauen, die Ränder der Augen und Pupillen sind ebenfalls dunkelblau. Die Augen selbst sind weiß. Die Ohren sind mit einem weißen runden Ohrgehänge verziert.
Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. waren figürliche Glasperlen im phönizischen Handelsgebiet weit verbreitet. Es lassen sich vier Typen männlicher Köpfe unterscheiden: Dämonenköpfe, Männerköpfe mit glattem Haar, Bart und Stirnband, mit gewelltem Haar und solche mit gewelltem Haar und langen, vertikal gefurchten Bärten. Da der Bart nicht erhalten ist, kann diese Maskenperle nur grob den beiden letztgenannten Typen zugeordnet werden.
Maskenperlen dienten weniger als Zierschmuck, sondern vor allem als apotropäische Talismane. Sie sind eine direkte oder symbolische Darstellung der wichtigsten Götter Baal-Hammon und Astarte-Tanit. Bei den Darstellungen handelt es sich in der Mehrzahl um Männer oder Dämonen. Gerade blaue und grüne Farbe galten als übelabwehrend. Hinzu kommt der markant stechende Blick der Augen. Grabfunde belegen, dass die Perlen nicht nur die Lebenden, sondern auch die Verstorbenen begleiteten und schützten.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Maskenperle, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Public Domain, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00125447

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