Lekythos (Charon und Verstorbene)
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- Herstellung um 435 v. Chr.
Um 530/520 v. Chr. wird die sog. weißgrundige Technik entwickelt, die wohl der Imitation wertvollerer Materialen wie Marmor, Alabaster, Straußeneiern oder Elfenbein diente. Zugleich ermögliche sie eine vielfarbige Bemalung. Die Ikonographie der weißgrundigen Lekythen beherrschen vornehmlich Darstellungen von Grab und Tod.
Hier ist der Totenfährmann Charon mit seinem Nachen von links herangefahren, um ein am Ufer wartendes verstorbenes Mädchen oder eine junge Frau abzuholen. Das Boot ist nur ausschnitthaft in wenigen Strichen angegeben. Charon steht in leicht gebückter Haltung, die Linke geballt, die Rechte vorgestreckt und geöffnet. Er trägt ein kurzes, rotbraunes Mäntelchen, das seine rechte Schulter frei lässt. Er hat eine hohe Stirnglatze mit schütterem, blass rotem Hinterhaupthaar, eine kleine Hakennase und einen spitzen Kinnbart.
Die junge Frau ist in einen langen Mantel gehüllt, der auch Arme und Beine bedeckt. Auf dem Kopf trägt sie eine Haube, die von Bändern zusammengehalten wird.
Die Schulter ist mit umschriebenen Palmetten und Ranken verziert; sie wird oben von einem Eierstab abgeschlossen. Der Mäander unterhalb der Schulter ist auf die Breite der figürlichen Szene begrenzt, während die gold-braunen Ringe umlaufen.
Zusätzliche Angaben
- Objektart
- Sammlung
- Inventarnummer1984.442Erworben mit Mitteln der Campe'schen Historischen Kunststiftung; ehemals Sammlung Dr. Walter Kropatscheck, Helgoland
- Herstellung
- Maler der Lekythos Cambridge 28.2 (Vasenmaler/in)
- Zugeschrieben von Kurtz, Donna Carol (∗1943, Wissenschaftler/in) GND
um 435 v. Chr.,- Athen
- Material
- Material/TechnikTon
- MaßeGesamt: Höhe: 20,7 cm; Durchmesser: 6,7 cm; Mündungsdurchmesser: 4 cm; Durchmesser: 4,8 cm (Fuß)
- Kategorie
- Keramik (attisch-weißgrundig)
- Behälter/Aufbewahrung (Küchenarbeit)
- Grabbeigaben
- Epoche/Stil
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