Acosta, Ignacio

Hygieia Watches Over Us

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  • Herstellung 2022
Kern der multimedialen, für die Ausstellung „Mining Photography. Der ökologische Fußabdruck der Bildproduktion“ (MK&G, 15.07.–31.10.2022) entstandenen Installation von Ignacio Acosta sind 40 Fotografien, die in einer vierreihigen Rasterstruktur angeordnet sind. Sie verknüpfen drei Motive zu einem visuell assoziativen Netzwerk, zwischen Kupferproduktion und Wasserverbrauch. Im oberen Register ragt ein Schornstein des Hamburger Kupferproduzenten Aurubis AG in die Höhe, parallelisiert mit der Skulptur der Hygieia, die auf dem Brunnen zwischen Hamburger Rathaus und Börse aufgestellt ist. Die ressourcen- und vor allem auch wasserintensive Industrie, die auch die Elbe maßgeblich belastet, verbindet Acosta mit der politisch aufgeladenen Skulptur, welche an die verheerende Cholera-Epidemie von 1892 erinnert, die durch verunreinigtes Wasser verursacht wurde. In den Reihen darunter vermischen sich Detailansichten des Brunnens mit Fotografien von benutzten Schutzanzügen der Aurubis AG. Es stellen sich optische und materielle Analogien zwischen den zur grünen Patina oxidierten Kupferanteilen der Bronzeskulptur und den Spuren der schmutzigen Arbeit im Kupferwerk ein, die damit Verhältnisse von Industrie, Politik und Gesellschaft in Bezug auf Wasser und Ressourcenverbrauch thematisieren. Diese Themen vertieft Acosta in einem Video- Interview mit Klaus Baumgardt von der Hamburger Umweltschutz-Initiative „Rettet die Elbe“. Er erweitert mit dieser neuen Installation so seine 2010 begonnene Arbeit „Copper Geographies“, eine Untersuchung der internationalen Wege der Kupferverarbeitung. (Christopher Lützen)

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Ignacio Acosta, Hygieia Watches Over Us, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Ignacio Acosta, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/mkg-e00245336

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