Gruppe von Louvre CA 3205

Hydria (Frauenkopf)

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  • Herstellung letztes Drittel 4. Jahrhundert v. Chr.
Die Hydria ist eine der wenigen Gefäßbezeichnungen, die aus der Antike sicher zugewiesen werden. Markant sind zwei horizontale und ein vertikaler Henkel. Das Gefäß diente zum Wasserholen an öffentlichen Brunnen, war aber auch Teil des Symposion-Geschirrs.
In der unteritalischen Vasenkunst finden sich Gefäße, die teils ohne Boden getöpfert sind oder – wie dieses Gefäß – ein Bodenloch aufweisen und dem Totenkult dienten. Sie waren Statussymbole, um den Grabprunk zu steigern, und spiegeln die gesellschaftliche Stellung und den Wohlstand der Toten und ihrer Familien wider.
Dargestellt ist ein lang gezogener Frauenkopf, der nach links schaut. Die Haare mit einem hochgesteckten Knoten, der sog. Lampadionfrisur, werden von einem Haartuch (griech. Kekryphalos) zusammengehalten.
Als Schmuck sind in gelber und weißer Zusatzfarbe ein Strahlendiadem, ein Ohrgehänge sowie eine zweireihige Kette angegeben. Links vor dem Kopf befindet sich eine Blüte.
Die Rückseite nimmt eine große Palmette ein, die von Ranken mit je einer Fächerpalmette gerahmt wird.
Den unteren Abschluss bildet ein umlaufendes Wellenband, den oberen ein Stabband.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Gruppe von Louvre CA 3205, Hydria (Frauenkopf), Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Public Domain, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00123273

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