Hildenhagen, Günter

Die Freunde Mehri und Karlheinz

Fallback-Bildstil

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  • Herstellung 1976–1978
1976 beauftragte der Wittekindshof, eine Einrichtung zur Versorgung körperlich und geistig behinderter Menschen, die Journalistin Maria Urbanczyk und den Fotografen Günter Hildenhagen mit einem Porträt zu seinem 90. Jubiläum. Unter den Bewohnern beschäftigten Hildenhagen besonders der taubstumme Iraner Mehri und der an spastischen Lähmungen leidende Karlheinz. Die beiden Männer lebten seit ihrer Jugend im Wittekindshof, befreundeten sich Ende der 1950er Jahre und wurden – wie es der Fotograf heute offen anspricht – ein Liebespaar. Hildenhagen faszinierte, dass die Freunde eine eigene Form der Kommunikation gefunden haben, die für ihn als Außenstehenden unverständlich blieb. Diese Stärken und die persönliche Geschichte der Porträtierten rückte er in den Mittelpunkt seiner Reportage. Ende der 1970er Jahre konnte Hildenhagen nur einzelne Bilder seiner Geschichte publizieren. Seine Serie überstieg, was man zu dieser Zeit über behinderte Menschen, ihre Fähigkeiten, ihre Bedürfnisse und ihre Sexualität zu sagen bereit war.
Günter Hildenhagen studierte nach einer Lehre bei Pan Walther Fotografie bei Otto Steinert. Seit 1965 ist er als freiberuflicher Bildjournalist tätig. Er spezialisierte sich früh auf soziale Themen und arbeitete unter anderem für Diakonie und Caritas. (Sven Schumacher)

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Günter Hildenhagen, Die Freunde Mehri und Karlheinz, 1976–1978, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/mkg-e00175088

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