Liverpool-Gruppe

Epichysis (Sitzender Eros)

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  • Herstellung um 330-320 v. Chr.
Bei einer Epichysis handelt es sich um eine Kanne mit nahezu zylindrischem flachen Körper, einem langgezogenen röhrenförmigen Hals mit ausladender Tülle sowie einem hakenförmig ausgebildeten Henkel. An den Ansatzstellen finden sich zumeist plastische Verzierungen, z. B. in der Form gefertigte Frauenköpfe, die angesetzt wurden.
Diese Form wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. von Töpfern in Apulien erfunden. Wahrscheinlich dürfte es sich um ein Gefäß zur feinen Dosierung wertvoller Öle oder Duftstoffe gehandelt haben.
Der Gefäßkörper dieser Epichysis ist leicht konkav gewölbt; auf schwarzem Grund ist eine Efeuranke mit geritztem Rankentrieb und weißen Blättern sowie Blüten dargestellt.
Auf der Gefäßschulter befindet sich ein nach links sitzender Eros, der seine Beine parallel leicht anwinkelt. Er trägt Schuhe mit weißer Zier. Die Haare sind zu Kekryphalos und Lampadion frisiert. Zudem ist er mit Haarschmuck, Halskette und schärpenartig über den Oberkörper geführter Brustkette sowie zwei Armreifen und drei Reifen am rechten Unterschenkel geschmückt. Sein hängender linker Arm ist leicht angewinkelt, die Hand auf dem Boden; auf der vorgehaltenen rechten Hand hält der Gott eine Schale mit weißer Punktreihe und Rand, darauf weiße Punkte und Dreipunktmotiv; von der Hand hängt eines Tänie herab. Weißgelb gepunktete Bodenlinie.
Zu den Seiten und auf der Rückseite finden sich Ranken und eine kleine Palmette.
Das Gefäß bildet mit der Epichysis Inv. 1998.355 ein Paar. Mit der dort dargestellten Frau wird das in der apulisch-rotfigurigen Vasenmalerei beliebte und vielfach gezeigte Motiv von Eros und junger Frau wiederholt.

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Liverpool-Gruppe, Epichysis (Sitzender Eros), Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Public Domain, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00127249

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