Askos (Pegasus und Pygmäe)

Fallback-Bildstil

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  • Herstellung 3. Viertel 5. Jahrhundert v. Chr.
Kennzeichnend für den attischen Askos ist der flache Körper mit einem trompetenförmigen Ausguss und einem hohen Bügelhenkel, der das Bildfeld in zwei Hälften teilt. Das Bildfeld ist dennoch als Einheit zu verstehen.
Auf der umlaufend tongrundig ausgesparten Standleiste steht ein Pygmäe in zurückweichender Haltung. Er erinnert mit seiner Körperlichkeit mit Halbglatze und Stupsnase stark an die auf attischen Askois sehr beliebten Satyrn. Der Pygmäe hält in der vorgestreckten Linken einen Bogen, in der zurückgeführten Rechten einen Stein. Von der rechten Schulter ist zur linken Hüfte ein Schwertgehänge geführt. Ihm gegenüber ist ein aufsteigender Pegasos dargestellt. Deck- und Schwungfedern sind durch Punkte und Striche voneinander unterschieden.
"Herbert Hoffmann hat dieses Bild in die Gruppe der 'mythischen Paradigma' eingeordnet, doch ist auch ein paradistisches Element nicht zu übersehen. Denn die Abwehr oder erst recht die Attacke mit einem Bogen ohne Pfeil ist ohne Aussicht auf Erfolg. So jedenfalls ist das göttliche Roß des Bellerophon, das als Asohn des Poseidon aus dem Rumpf der Medusa entsprang, nicht zu bändigen." (Wilhelm Hornbostel u. a., Aus Gräbern und Heiligtümern. Die Antikensammlung Walter Kropatscheck, Mainz 1980, 151.)

Zusätzliche Angaben

Zitiervorschlag

Askos (Pegasus und Pygmäe), Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00126719

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