Amarna-Relief (Nofretete mit Tochter)
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- Herstellung um 1370 v. Chr.
Stil und Darstellungsweise verweisen das Fragment in die sogenannte Amarna-Zeit. Dargestellt ist die Herrscherin Nofretete, die von einer ihrer Töchter angebetet wird.
In Größe, Technik und Stil findet das Relief seine nächsten Parallelen unter den zahlreichen Amarna-Blöcken, die von der Deutschen Orientgesellschaft in den Jahren 1929 bis 1939 in Hermopolis ausgegraben wurden. Der Block wurde wahrscheinlich bereits in pharaonischer Zeit zur Wiederverwendung auf die jetzigen Maße gekürzt. Erst nach dem Auffinden wurde er – wie neuzeitliche Sägespuren auf der Rückzeite bezeugen – auf seine jetzige Tiefe reduziert.
Streitigkeiten um Macht und Privilegien führten Mitte des 14. Jahrhunderts v. Chr. zur Entmachtung der Amun-Priesterschaft durch Amenophis IV. (1351–1334 v. Chr.). Der Pharao änderte seinen Namen in Echnaton (»Wohlgefällig dem Aton«). Es folgte ein radikaler Wandel: Der unbedeutende Sonnengott Aton wurde alleiniger Reichsgott. Echnaton gründete seine neue Residenz in Tell el-Amarna. Er galt als Literat, aber auch als harter Regent im Umgang mit seinen politischen Gegnern. Die darstellende Kunst ist außergewöhnlich expressiv.
Einmalig ist auch, wie liebevoll Echnaton seine Gemahlin Nofretete, eine Frau bürgerlicher Herkunft, behandelte. Neben den sechs Töchtern ist vor allem sein Sohn und Erbe Tutanchaton bekannt. Nach dem Tod des Vaters setzte er die Amun-Herrschaft wieder ein und bestieg als Tut-anch-amun (um 1332–1323 v. Chr.) den ägyptischen Thron.
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