Impulsphysik Hamburg

Schmelzende Feinsicherung im Kurzschluss

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  • Production um 1964
Ab 1952 führt der Ingenieur Frank Früngel in Hamburg-Rissen das Unternehmen Impulsphysik GmbH. Früngel entwickelt einen Laser-Ceilographen, der die Wolkenhöhen auf den Meter genau misst. Bald macht der Verkauf von meteorologischen Geräten einen Großteil des Gesamtumsatzes aus, doch auch auf anderen Gebieten ist die Impulsphysik GmbH weltweit führend. Eines davon ist die Hochgeschwindigkeitsfotografie: Früngel arbeitet, ähnlich wie Harold E. Edgerton, mit der Blitzlichttechnologie, um Aufnahmen mit kürzester Belichtungszeit herstellen zu können. Ende der 1950er Jahre entwickelt er das „Strobokin“, mit dem besonders kurze Lichtimpulse abgegeben werden können. Synchronisiert mit einer Trommelkamera werden so erstmals bis zu 100 000 Bilder in der Sekunde aufgenommen. Ähnlich wie bei der Sicht durch ein Mikroskop sind in diesen Bildern die alltäglichsten Dinge und Phänomene kaum noch wiederzuerkennen. Je tiefer der Blick in die Zwischenräume der Hundertstelsekunden vordringt, desto fremdartiger erscheint die Welt, die hier verborgen ist. Der wissenschaftliche Nutzen dieser Aufnahmen ist groß: Das Zerspringen einer Scheibe kann analysiert und die gewonnenen Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Sicherheitsgläser genutzt werden; das Zerstäuben von Kraftstoff wird fotografiert, um Motoren zu optimieren. (Teresa Gruber)

Additional data

  • Object type
  • Inventory number
    P1976.426.25
    Staatliche Landesbildstelle Hamburg, Sammlung zur Geschichte der Photographie
  • Production
    um 1964,
    • Hamburg
  • Material
  • Dimensions
    Bildmaß: Höhe: 39,6 cm; Breite: 29,4 cm
    Karton: Höhe: 50,1 cm; Breite: 35,1 cm
  • Marks and Inscriptions
    Etikett: verso u. li. auf dem Karton: in Maschinenschrift: "45. Was passiert, wenn eine Feinsicherung im Kurzschluss schmilzt, zeigt diese Bildfolge mit 20.000 Bildern/s, aufgenommen nach der STROBOKERR-Methode. Die Sicherung ist so konstruiert, dass sie bei Überlastung an der Überlappungsstelle der beiden Federn schmelzen und den Strom durch Zusammenschnellen der Federn schnell unterbrechen soll. Dass sie alles andere tut, nur nicht das Gewollte, enthüllt die Zeitdehneraufnahme. Das grelle Aufblitzen, das den eigentlichen Vorgang überstrahlen würde, ist durch das STROBOKERR-Verfahren unsichtbar geworden: eine Kerrzelle als elektronischer Verschluss vor dem Kamera-Objektiv lässt nur das STROBOKIN-Licht (als Hintergrundbeleuchtung) durch."
    Stempel: verso auf dem Karton: Inventarstempel der Staatlichen Landesbildstelle Hamburg
  • Category

Citation recommendation

Impulsphysik Hamburg, Schmelzende Feinsicherung im Kurzschluss, Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/mkg-e00121309

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