Braun, Adolphe

Rome – Palais du Vatican (Chapelle Sixtine)

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  • Production 1869
Die Fotografie eignet sich Adolphe Braun Mitte des 19. Jahrhunderts als Werkzeug an, um Stoffmustervorlagen herzustellen, die seine Elsässer Firma zuvor zeichnerisch produziert hat. Er fotografiert zunächst Pflanzen und Stillleben, ist aber ab 1857 auch mit dem Verkauf von Stereobildern beliebter Reiseziele in der Schweiz und in Deutschland erfolgreich. Die Reproduktion von Kunstwerken, der er sich ab 1866 widmet, betrachtet er allerdings als sein Meisterstück. Es ist ihm ein Anliegen, Schätze der Museen und Privatsammlungen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich und auch für Bildungszwecke nutzbar zu machen. Schon vor ihm haben sich Fotografen wie Louis Blanquart-Evrard und Roger Fenton an der Wiedergabe von Gemälden und Skulpturen versucht, doch Braun, der sich auf das Kohledruckverfahren spezialisiert, fertigt für diese Zeit ungewöhnlich großformatige, qualitativ herausragende und besonders haltbare Bilder an. Unter der Leitung seines Sohnes Henri werden Exkursionen in die Museen von Basel, Dresden, Florenz, Mailand, Rom und Venedig unternommen, und Ende 1867 besteht das Archiv bereits aus 2 500 Negativplatten. Henri Braun führt das Unternehmen nach dem Tod seines Vaters fort und kann 1883 sogar einen dreißig Jahre gültigen Exklusivvertrag mit dem Louvre abschließen. (Teresa Gruber)

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Adolphe Braun, Rome – Palais du Vatican (Chapelle Sixtine), Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, Public Domain, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/mkg-e00128776

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