Ünal, Mehmet

Ohne Titel

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  • Production 1982
Mehmet Ünals Collagen thematisieren die Situation von Migrant*innen in der BRD der frühen 1980er Jahre vor dem Hintergrund von Wirtschaftskrisen, steigender Arbeitslosigkeit und Neonazismus. Mit kritischem Blick setzt er sich mit Begriffen und Haltungen auseinander, die zur Stereotypisierung und Ausgrenzung führen. Zugleich beleuchtet er die bürokratischen Hürden im Alltag der Menschen und fragt, welche Strukturen diese Barrieren aufrechterhalten. Indem Ünal behördliche Dokumente und Ausweispapiere mit rassistischen Bezeichnungen kombiniert, macht er die Parallelen zwischen politischer Agenda und alltäglicher Diskriminierung sichtbar. Dabei setzt er sich auch mit der Widersprüchlichkeit der deutschen Anwerbepolitik auseinander.
Mehmet Ünal schreibt zu dieser Collage: „Anfang der 80er Jahre mussten ‚Ausländer‘ bei den Behörden einen Nachweis über die Größe ihrer Wohnung vorlegen. Pro Erwachsenem wurden 12 m², pro Kind 9 m² verlangt. Fehlte dieser Nachweis, konnte Familienangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis verweigert werden. Das fehlende Puzzle-Stück soll das symbolisieren.“ (Ceren Mağden)

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Citation recommendation

Mehmet Ünal, Ohne Titel , Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, © Mehmet Ünal, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/mkg-e00236193

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