Schulz, Lavinia
Holdt, Walter
Bühnenkostüm "Toboggan" (A)
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- Design um 1923
Von seinen Schöpfern Lavinia Schulz und Walter Holdt schlicht als „Maske“ bezeichnet, besteht dieses Exemplar tatsächlich aus einem, den ganzen Körper verhüllenden Bühnentanzkostüm und einem markanten, großäugigen Maskenkopf. Es stellt die männliche Figur eines Maskenpaares dar, das unter dem Namen „Toboggan“ zu Beginn der 1920er Jahre auf den Hamburger Künstlerfesten, in Revuen und auf Soloabenden das Publikum faszinierte. Der Name „Toboggan“ ist einem beliebten Fahrgeschäft entliehen, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den Attraktionen großer Jahrmärkte gehörte. Gleich diesem führten die Maskentänzer wirbelnde, dynamische Bewegungen aus. Die Gestaltung der Maske ist abgestimmt auf die von Lavinia Schulz getanzte weibliche Gegenfigur. Farblich dominieren auch hier kräftige Rottöne, die die rechte Körperseite bedecken, während kontrastierende farbige Harlekin-Rauten die linke Körperhälfte zieren. Der Maskenkopf ist voluminöser und ähnlich konstruktivistischen Skulpturen plastisch gestaltet. Neben den vom Scheitelpunkt abstehenden weißen Stäben sind bei dieser Maske zudem am Kinn weitere spiralenförmig gedrehte Stäbe zu einem wilden Bart gestaltet.
Die Bewegungen ihrer Maskentänze versuchte Lavinia Schulz akribisch in sogenannten Tanzschriften zu skizzieren. Die weibliche „Toboggan“ ist eine der wenigen Masken zu denen mehrere Seiten im Nachlass erhalten sind. Diese ermöglichen es, einige Schrittfolgen und Bewegungen zu rekonstruieren. Die Schrittfolgen der männlichen Figur sind entweder nicht erhalten, oder haben nicht existiert, da Walter Holdt möglicherweise seine Choreografien nicht zeichnerisch festhielt.
Der besondere Stellenwert der „Toboggan“-Masken im Werk der Künstler wird auch durch eine Skizzenfolge zu einem Drehbuch deutlich. Darin trägt das Paar die „Toboggan“-Masken und agiert zusammen mit seinem Pianisten und Begleiters Hans Heinz Stuckenschmidt. Mit dem kurzen Werbefilm sollte für ihre Maskentänze geworben werden. Während dieser Film vermutlich nie realisiert wurde, existiert eine Mappe mit Fotografien des Paares in verschiedenen Masken, die im renommierten Atelier von Minya Diez-Dührkoop entstanden. Auf diesen, als Werbepostkarten für Varietétheater gedachten Fotos, ist die weibliche „Toboggan“-Maske in verschiedenen Posen prominent vertreten.
(Athina Chadzis)
Die Bewegungen ihrer Maskentänze versuchte Lavinia Schulz akribisch in sogenannten Tanzschriften zu skizzieren. Die weibliche „Toboggan“ ist eine der wenigen Masken zu denen mehrere Seiten im Nachlass erhalten sind. Diese ermöglichen es, einige Schrittfolgen und Bewegungen zu rekonstruieren. Die Schrittfolgen der männlichen Figur sind entweder nicht erhalten, oder haben nicht existiert, da Walter Holdt möglicherweise seine Choreografien nicht zeichnerisch festhielt.
Der besondere Stellenwert der „Toboggan“-Masken im Werk der Künstler wird auch durch eine Skizzenfolge zu einem Drehbuch deutlich. Darin trägt das Paar die „Toboggan“-Masken und agiert zusammen mit seinem Pianisten und Begleiters Hans Heinz Stuckenschmidt. Mit dem kurzen Werbefilm sollte für ihre Maskentänze geworben werden. Während dieser Film vermutlich nie realisiert wurde, existiert eine Mappe mit Fotografien des Paares in verschiedenen Masken, die im renommierten Atelier von Minya Diez-Dührkoop entstanden. Auf diesen, als Werbepostkarten für Varietétheater gedachten Fotos, ist die weibliche „Toboggan“-Maske in verschiedenen Posen prominent vertreten.
(Athina Chadzis)
Additional data
- Object type
- Collection
- Inventory number1991.177.ABGeschenk aus dem Nachlass der Künstler
- Design
- Schulz, Lavinia (1896–1924, Künstler/in) GND
- Holdt, Walter (1899–1924, Künstler/in) GND
um 1923,- Hamburg
- Material
- Material/TechniqueLeinen, Draht
- DimensionsGesamt (Maske): Höhe: 30 cm; Breite: 40 cm
Gesamt (Anzug): Höhe: 140 cm - Marks and Inscriptionsunbezeichnet
- Category
- Period/Style
Citation recommendation
Lavinia Schulz, Walter Holdt, Bühnenkostüm "Toboggan" (A), Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/object/dc00006911
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