Schulz, Lavinia
Holdt, Walter
Maske und Bühnenkostüm "Bibo"
Tags
- Production um 1923
Das von Lavinia Schulz entworfene und getragene Bühnentanzkostüm mit dem Namen „Bibo“ ist heute nur unvollständig erhalten. Seine komplette Ausstattung ist dank einiger Zeichnungen und einer zeitgenössischen Fotografie nachzuvollziehen.
Erhalten ist ein Leibchen aus Sackleinen, das mit ursprünglich silbern bemalten Packbandschlaufen benäht ist und ein kugelrunder Maskenkopf mit seinen stachelig-abstehenden Holzstäbchen und der langen, einer Karotte ähnlichen Nase.
Anhand des Fotos konnten dem Kostüm schwarze Wollstrümpfe als Reste eines Unterkostümes und ein Paar Fäustlinge zugeordnet werden. Neben den Armstrümpfen und den holzstacheligen Armbändern fehlen heute leider die riesigen Füße. Diese wurden anhand von Bleistiftstudien und einem Schnittmuster ohne die grüne Bemalung rekonstruiert..
„Bibo“ wirkt mit seinem fellartigen Gewand wie ein lustiger Troll. Angesichts der Leidenschaft von Lavinia Schulz und ihrem Partner Walter Holdt für die nordischen Göttersagen, liegt diese Assoziation nicht fern. Ein evon der Künstlerin gezeichnete Bühnenszene, die sich im Nachlass von Emil Nolde befindet, zeigt die Figur des „Bibo“ als ein hüpfendes Nachtwesen allein auf einer dunklen Bühne. Die Fäustlinge und heute fehlenden Füsslinge sind hier jeweils grün dargestellt. Die Szene wird von einem riesigen Vollmond mit Gesicht und kleinem Hütchen sowie einer Reihe punktueller runder Lichter im Hintergrund aufgehellt. (Athina Chadzis)
Erhalten ist ein Leibchen aus Sackleinen, das mit ursprünglich silbern bemalten Packbandschlaufen benäht ist und ein kugelrunder Maskenkopf mit seinen stachelig-abstehenden Holzstäbchen und der langen, einer Karotte ähnlichen Nase.
Anhand des Fotos konnten dem Kostüm schwarze Wollstrümpfe als Reste eines Unterkostümes und ein Paar Fäustlinge zugeordnet werden. Neben den Armstrümpfen und den holzstacheligen Armbändern fehlen heute leider die riesigen Füße. Diese wurden anhand von Bleistiftstudien und einem Schnittmuster ohne die grüne Bemalung rekonstruiert..
„Bibo“ wirkt mit seinem fellartigen Gewand wie ein lustiger Troll. Angesichts der Leidenschaft von Lavinia Schulz und ihrem Partner Walter Holdt für die nordischen Göttersagen, liegt diese Assoziation nicht fern. Ein evon der Künstlerin gezeichnete Bühnenszene, die sich im Nachlass von Emil Nolde befindet, zeigt die Figur des „Bibo“ als ein hüpfendes Nachtwesen allein auf einer dunklen Bühne. Die Fäustlinge und heute fehlenden Füsslinge sind hier jeweils grün dargestellt. Die Szene wird von einem riesigen Vollmond mit Gesicht und kleinem Hütchen sowie einer Reihe punktueller runder Lichter im Hintergrund aufgehellt. (Athina Chadzis)
Additional data
- Object type
- Collection
- Inventory number2000.353.ABGeschenk aus dem Nachlass der Künstler
- Production
- Schulz, Lavinia (1896–1924, Künstler/in) GND
- Holdt, Walter (1899–1924, Künstler/in) GND
um 1923,- Hamburg
- Material
- Draht
- Leinenfaser (Sackleinen)
- Wachs
- Holz
- Farbe
- Material/TechniqueSackleinen, Paketband, Draht, Wachs, Holz, Samt
- DimensionsGesamt (Anzug): Länge: 65 cm
Gesamt (Kopf): Höhe: 22 cm; Breite: 25 cm - Marks and Inscriptionsunbezeichnet
- Category
- Period/Style
- Expressionismus (Moderne)
Citation recommendation
Lavinia Schulz, Walter Holdt, Maske und Bühnenkostüm "Bibo", Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/dc00006899
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