Korinthisches Figuralkapitell (Raub der Thalia oder des Ganymed?)

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  • Production 2. Hälfte 4. Jahrhundert v. Chr.
Das Figuralkapitell ist in drei Zonen gegliedert: Unten befindet sich über einem umlaufenden Perlstab ein niedriger Blattkranz mit überfallenden Blattenden.
Ein wenig zurückgesetzt beginnt die Hauptzone. Hier wachsen die Volutenstengeln hinter zu Paaren angeordnete Akanthusblättern hervor; nur einer ist bis zum Beginn der Einrollung erhalten. An den beiden Nebenseiten befindet sich zwischen den Volutenstengeln ist eine siebenblättrige Palmette mit lanzettförmigem Mittelblatt.
Auf der Hauptseite ist eine Zweifigurengruppe eingefügt. Dargestellt ist eine frontalansichtige Figur mit nach hinten auswehendem Gewand. Dieses reicht von der Schulter bis zu ihren Füßen und ist unter der Brust gegürtet. Ihren linken Arm hat die Figur erhoben, den Kopf zur rechten Schulter gedreht. Über der Figur greift ein Adler mit geöffneten Schwingen und ebenfalls zu seiner Rechten gewendetem Kopf nach der Figur. Die Szene erinnert an antike Darstellung des Raubes von Ganymed durch Zeus und die Entführung auf den Olymp. Eugen von Mercklin hat die geraubte Figur im Jahr 1940 als Frau, eventuell die Muse Thalia, angesprochen.
Den oberen Abschluss bildet eine Deckplatte (Abakus) mit seitlichem Zahnschnitt und einem Eierstab an der Front.

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Korinthisches Figuralkapitell (Raub der Thalia oder des Ganymed?), Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/dc00125846

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