Heinemann, Jürgen

Indiokult bei Copacabana am Titicacasee

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  • Production 1962
Angeregt durch den Besuch der Ausstellung „Family of Man“ 1956 in Hamburg entschloss sich Jürgen Heinemann, seine kaufmännische Lehre abzubrechen. Er studierte bis 1962 Fotografie bei Otto Steinert in Saarbrücken und Essen. Schon 1960 hatte Heinemann im spanischen Sevilla fotografiert und sich mit den religiösen Ritualen der Karwoche, der Semana Santa, auseinandergesetzt. Durch diese Arbeit erregte er das Interesse kirchlicher Auftraggeber. Ab 1962 dokumentierte Heinemann bei ausgedehnten Reisen die karitative und missionarische Arbeit der Hilfswerke Adveniat und Misereor in Südamerika. In Arbeiten wie der vierteiligen Serie über eine Brotverteilung (Inventarnummern P1976.379.2–5) zeigt er den Hunger und die Verzweiflung der Kinder in den Favelas von Salvador und verdeutlicht so die existentiellen Notlagen großer Teile der brasilianischen Bevölkerung. In seinen freien Arbeiten nimmt Heinemann eine zunehmend kritische Haltung gegenüber der Kirche als Institution ein und beschäftigt sich mit dem durch die Überreste der prähispanischen Kultur, durch Kolonialisierung und Missionierung geprägten sozialen Gefüge in den Ländern Südamerikas. (Sven Schumacher)

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Citation recommendation

Jürgen Heinemann, Indiokult bei Copacabana am Titicacasee, Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, © Jürgen Heinemann, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/dc00045526

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