Georgi, Johannes

Grönland-Expedition unter Leitung von Alfred Wegener, Umladen des Expeditionsguts im Hafen von Sisimiut (Holsteinborg)

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  • Production 1930
  • Execution um 1970
Am 1. April 1930 startete in Kopenhagen die „Deutsche Grönland-Expedition“ unter der Leitung des Meteorologen und Geowissenschaftlers Alfred Wegener. Um über den Zeitraum eines ganzen Jahres die Klimadaten in der Polarregion zu messen und die Beschaffenheit der Eismassen zu untersuchen, sollten entlang des 72. Breitengrades drei Forschungsstationen errichtet werden. Die Unternehmung war durch das arktische Wetter von Beginn an mit Problemen konfrontiert. Wegen starker Eisbildung verzögerte sich die Entladung von 100 Tonnen Expeditionsmaterial und 25 Islandponys am westgrönländischen Qaamarujuk-Fjord um beinahe sechs Wochen. Erst Ende Juli begann unter Leitung des Meteorologen Johannes Georgi der Aufbau der Station „Eismitte“ im Zentrum der Insel. Weil die modernen Propellerschlitten im tiefen Neuschnee versagten, mussten Ausrüstung und Proviant bei Temperaturen von bis zu minus 54 Grad über 400 Kilometer mit Hundeschlitten über das Inlandeis transportiert werden. Georgi überwinterte zusammen mit den Polarforschern Fritz Loewe und Ernst Sorge in „Eismitte“ in einer in den Firnschnee gegrabenen Höhle. Unter extremen Bedingungen führten sie meteorologische Messungen durch, untersuchten Temperatur und Dichte der Eisdecke und leisteten so einen wichtigen Beitrag zur modernen Klimaforschung. Georgi dokumentierte den Verlauf der Expeditionen mit der Kamera und entwickelte seine teils mit dem Selbstauslöser aufgenommenen Fotos in einer improvisierten Dunkelkammer in der Forschungsstation.

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Johannes Georgi, Grönland-Expedition unter Leitung von Alfred Wegener, Umladen des Expeditionsguts im Hafen von Sisimiut (Holsteinborg), 1930, Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, © Kurt Tucholsky Literaturmuseum, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/mkg-e00182218

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