Deckelfigur einer Pyxis

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  • Production 2. Hälfte 8. Jahrhundert v. Chr.
Das große Pferd hat einen schlanken Leib mit langem, kräftigem Hals, kleinem Kopf und langen, leicht geknickten Beinen. Augen, Ohren und Mähnenansatz sind plastisch geformt. Das Maul war etwas geöffnet, die Nüstern sind als Löcher gebildet. Am Bauch ist eine zylindrische Stütze anmodelliert. Am Kopf deuten gekreuzte Linien wohl das Zaumzeug an. Den Körper zierten unterschiedliche Ornamentstreifen.
Ursprüngliche diente das Pferd als Griff eines Pyxisdeckels. Solche Gefäße sind aus der spätgeometrischen Zeit zahlreich belegt. Es handelte sich um eine flache, leicht auswölbende Büchse mit einem flachen, zumeist nach oben gewölbten Deckel, auf dem bis zu vier Pferde appliziert sind. Gewiss wegen seiner Größe war dieses Pferd noch einmal durch die Bauchstütze gesichert.
Es handelt sich um ein Gespannpferd, wie es von Wagendarstellungen auf geometrischer Keramik bekannt ist. Zugleich verweist es auf eine aristokratische Elite, die sich dieses Sujet auswählte.

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Deckelfigur einer Pyxis, Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, Public Domain, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/dc00125251

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