Bärtiger Pygmäe

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  • Production 2. Jahrhundert v. Chr.
Der hockende Zwerg hat den linken Arm in die Hüfte gestützt, der rechte, nicht vollständig erhaltene Arm ist erhoben, möglicherweise ein Abwehrgestus. Den Kopf mit faltiger Stirn neigt er zu seiner linken Seite, der Bart liegt auf der Brust auf. Er trägt den Kopfschmuck der Pygmäen. Auffallend ist das große Glied des Zwerges, das er unter dem linken Bein durchgezogen hat.
Darstellungen von Zwergen, Missgestalteten und Verkrüppelten sind aus Alexandria und dem kleinasiatischen Bereich – besonders aus Smyrna und Myrina – seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. in großer Zahl bekannt. Sie riefen einst Heiterkeit hervor, wenn sie bei Gastmählern oder Festspielen auftraten, und man freute sich der eigenen Unversehrtheit. Körperliche Hässlichkeit galt auch als Ausweis eines schlechten Charakters, so dass man in den Grotesken die Personifizierung des Übels sah. Man glaubte, mit dem Anblick des Übels das Üble bannen zu können.

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Citation recommendation

Bärtiger Pygmäe, Museum für Kunst and Gewerbe Hamburg, Online: https://www.mkg-hamburg.de/en/object/dc00123897

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