Ernst-Grafiken in der Bibliothek

25 January 2019

Max Ernst (1891–1976) war Maler, Zeichner, Bildhauer – und Erfinder neuer Techniken für die Kunst. Seit Kurzem ist in der Gerd Bucerius Bibliothek des MKG seine Grafikserie „Histoire naturelle“ ausgestellt. Im Jahr 1925 legte Max Ernst zum ersten Mal Papiere auf die Dielen eines Holzfußbodens und rieb mit einem Bleistift die Oberflächenstruktur durch. So entwickelte der Künstler die Technik der Frottage, die er in den kommenden Jahren in vielfältiger Weise nutzte und auch auf die Ölmalerei übertrug.

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Max Ernst (1891–1976) war Maler, Zeichner, Bildhauer – und Erfinder neuer Techniken für die Kunst. Seit Kurzem ist in der Gerd Bucerius Bibliothek des MKG seine Grafikserie „Histoire naturelle“ ausgestellt. Im Jahr 1925 legte Max Ernst zum ersten Mal Papiere auf die Dielen eines Holzfußbodens und rieb mit einem Bleistift die Oberflächenstruktur durch. So entwickelte der Künstler die Technik der Frottage, die er in den kommenden Jahren in vielfältiger Weise nutzte und auch auf die Ölmalerei übertrug. Diese Abreibungstechnik eröffnete für ihn neue Wege und ermöglichte ihm, tiefer in die verborgenen Bereiche des Wirklichen – in die Surrealität – vorzudringen und diese sichtbar zu machen. Die ersten Früchte dieser neuen Frottage-Technik wurden gesammelt und als „Naturgeschichte“ 1926 publiziert. Im Lesesaal der Bibliothek wird die Faksimile-Edition von 1972 nun bis auf Weiteres präsentiert.

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