Vorschau

22. März 2019 bis März 2020
„Ein lebendiges Museum …“
Max Sauerlandt und die Hamburgische Sezession

2019 feiert die Hamburgische Sezession ihr 100-jähriges Jubiläum. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) nimmt das Jubiläumsjahr zum Anlass, diese auch für das MKG spannende Zeit in den Fokus einer Ausstellung zu rücken. In der Haspa-Galerie werden unter anderem Grafiken der Sezessionsmitglieder Rolf Nesch, Arnold Fiedler sowie Willy Davidson und Fritz Flinte gezeigt. Außerdem sind Gemälde und Objekte der angewandten Kunst von Eduard Bargheer, Alma del Banco, Fritz Kronenberg sowie Anita Rée und Richard Haizmann und weiteren Künstlern zu sehen. Neben den vielen Künstlerpersönlichkeiten der Hamburgischen Sezession ist diese Ausstellung auch Max Sauerlandt, von 1919 bis 1933 Direktor des MKG, gewidmet. Als leidenschaftlicher Verfechter der Moderne von internationalem Zuschnitt unterstützte er die Künstler*innen, die sich 1919 in der Hamburgischen Sezession zusammenfanden, mit der Idee vor Augen, Hamburgs Kunstleben nach der Zäsur des Ersten Weltkriegs wieder aktiv zu gestalten. Sauerlandt kaufte die Arbeiten der Sezessionisten und prägte das Hamburger Kunstleben als Direktor der Landeskunstschule. „Je lebendiger ein Museum ist“, so Sauerlandt 1925 „umso lebendiger wird die öffentliche Teilnahme an seinem Ergehen.“ Dass dieses Engagement Wirkung zeigte, spiegelt Neschs Mutmaßung, Hamburg werde Berlin als Metropole der Moderne recht bald den Rang ablaufen. Eine Ausstellung mit Werken aus dem MKG und aus der Sammlung Hamburger Sparkasse. Rund 350 Exponate dieser Sammlung, vor allem von Künstlern der Hamburgischen Sezession, befinden sich seit 2002 als Dauerleihgabe im MKG.

Abb.: Rolf Nesch (1893–1975), Porträt Max Sauerlandts mit der Skulptur „Badende“ von Ernst Ludwig Kirchner, Ausschnitt, 1929, Radierung, 32,8 x 44,8 cm, MKG, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018