Ein musikalisch-literarisches Geburtstagsständchen Anke Dennert und Olaf Kirsch: Cembalo, Spinett, Clavichord und Moderation
Kosten: Museumseintritt
Der englische Musikgelehrte Charles Burney, berühmt durch sein „Tagebuch einer musikalischen Reise“, kommt im Oktober 1772 auch nach Hamburg. Bereits am Morgen seiner Ankunft in der Stadt lässt er sich zu Carl Philipp Emanuel Bach führen. Von dessen Vortrag am Clavichord ist er geradezu überwältigt. Später schreibt er über den Bachsohn: „[…] daß er nemlich nicht nur der grösseste Komponist für Clavierinstrumente ist, der jemals gelebt hat, sondern auch, im Punkte des Ausdrucks, der beste Spieler.“ Die Wertschätzung zwischen ihm und dem „Hamburger Bach“ ist offensichtlich eine gegenseitige. Denn Burney war nicht nur ein kundiger Musikjournalist, sondern selbst ebenfalls ein versierter Komponist. Seine Vertonung des 18. Psalms für Soli, Chor und Orchester, die 1769 zur Verleihung der Doktorwürde der Universität Oxford an Burney erklungen war, lässt Bach später auch in Hamburg aufführen.
Zum Anlass von Dr. Charles Burneys 300. Geburtstag spielen Anke Dennert und Olaf Kirsch Musik für ein und zwei Spieler auf historischen Instrumenten der Sammlung und tragen Auszüge aus Burneys Hamburger Reiseeindrücken vor.