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MKG unterwegs

Grafiken von Hannah Höch in Zürich | 06. April 2016

Zum 100-jährigen Jubiläum der künstlerischen Bewegung des Dadaismus zeigt das Museum Rietberg in Zürich noch bis zum 17. Juli die Ausstellung „Dada Afrika“. Mit dabei zwei seltene Collagen der berühmten Grafikerin und Künstlerin aus der Grafischen Sammlung des MKG. Die Schau widmet sich erstmals der Auseinandersetzung der Dadaisten mit außereuropäischer Kunst und Kultur und beleuchtet dabei die Arbeiten im Dialog mit Musik und Literatur aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien.

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Zum 100-jährigen Jubiläum der künstlerischen Bewegung des Dadaismus zeigt das Museum Rietberg in Zürich noch bis zum 17. Juli die Ausstellung „Dada Afrika“. Mit dabei zwei seltene Collagen der berühmten Grafikerin und Künstlerin aus der Grafischen Sammlung des MKG. Die Schau widmet sich erstmals der Auseinandersetzung der Dadaisten mit außereuropäischer Kunst und Kultur und beleuchtet dabei die Arbeiten im Dialog mit Musik und Literatur aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien. So ist etwa eine der gezeigten Höch-Collagen (1930) vom Torso der Göttin Uma inspiriert, einem kambodschanischen Sandstein-Kunstwerk aus dem späten 9. Jahrhundert. Die ungefähr anderthalb Meter große Skulptur aus dem Khmer-Reich diente der Künstlerin als Vorlage und wird ebenfalls im Rahmen der Zürcher Ausstellung präsentiert. Einer zweiten Collage der Dadaistin (1929) aus der MKG-Sammlung diente die Abbildung eines afrikanischen Pende-Maske-Anhängers aus dem frühen 20. Jahrhundert als Vorlage. Im Anschluss ziehen die Kunstwerke weiter in die Berlinische Galerie.

VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Ostern im MKG

Ein Altar für unterwegs | 25. März 2016

Nur vier Zentimeter misst die aufklappbare Betnuss. Filigrane Mikroschnitzereien im Innern zeigen die Kreuzigung Christi und die liturgische Messe von Papst Gregor dem Großen in Rom. Solche Betnüsse werden im Mittelalter für die private Andacht genutzt und sind zugleich ein beliebtes Sammelobjekt. Sie werden als Anhänger am Rosenkranz oder an einer Schmuckkette getragen. Das Miniaturwunder ist in der Christentum-Sammlung im MKG ausgestellt.

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Nur vier Zentimeter misst die aufklappbare Betnuss. Filigrane Mikroschnitzereien im Innern zeigen die Kreuzigung Christi und die liturgische Messe von Papst Gregor dem Großen in Rom. Solche Betnüsse werden im Mittelalter für die private Andacht genutzt und sind zugleich ein beliebtes Sammelobjekt. Sie werden als Anhänger am Rosenkranz oder an einer Schmuckkette getragen. Das Miniaturwunder ist in der Christentum-Sammlung im MKG ausgestellt.

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Vogelgezwitscher im MKG

Neuer Film in der Sammlung Islamische Kunst | 21. März 2016

Der Kurzfilm „Simorgh“ (2014) des gebürtigen Iraners Meghdad Asadi Lari erzählt die Fabel „Die Konferenz der Vögel“ des bedeutenden persischen Dichters Farid al-Din Attar (1136–1220). Die Form der farbenfrohen Vogelfiguren entwickelt sich dabei aus der traditionellen Kalligraphie und dem ornamentalen Design.

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Der Kurzfilm „Simorgh“ (2014) des gebürtigen Iraners Meghdad Asadi Lari erzählt die Fabel „Die Konferenz der Vögel“ des bedeutenden persischen Dichters Farid al-Din Attar (1136–1220). Die Form der farbenfrohen Vogelfiguren entwickelt sich dabei aus der traditionellen Kalligraphie und dem ornamentalen Design. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Lehren des Sufismus, der islamischen Mystik. Der Film erzählt die Wallfahrt von tausenden Vögeln auf der Suche nach dem idealen König „si murgh“. Jeder Vogel hat einen bestimmten negativen menschlichen Charakterzug wie Stolz oder Habgier, den er im Laufe der Reise durch die Täler der Leiden und Leidenschaften überwinden muss. Am Ende der strapaziösen Reise bleiben 30 Vögel übrig – sie erkennen, dass sie sich selbst gesucht und gefunden haben. „Simorgh“ lief auf zahlreichen internationalen Filmfestivals und wurde 2014 mit dem Best Animation Award des Iranian Film Festivals San Francisco ausgezeichnet.

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Enteignungsgeschichte erzählen und Forschung vorantreiben

Symposium im MKG entwickelt erste Ansätze für den angemessenen Umgang mit Silber aus ehemals jüdischem Besitz | 09. Februar 2016

Seit 1960 verwahrt das MKG rund 3.000 Silberobjekte, die infolge einer Beschlagnahmeaktion während der NS-Zeit in seine Sammlung gelangten. Hamburg einigte sich mit „Jewish Trust Corporation“ auf die Zahlung eines Ausgleichsbetrags für das verbliebene Silber, das nicht zurückgegeben werden konnte. Offen ist jedoch die Frage, wie die museale Arbeit mit einem Kulturgut aussehen kann, das so unmittelbar mit dem Holocaust verbunden ist und die Museen zugleich in die Pflicht nimmt, es jederzeit zurückzugeben, wenn Ansprüche geltend gemacht werden. Im Rahmen seiner Ausstellung Raubkunst? Provenienzforschung zu den Sammlungen des MKG lud das Museum in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Wissenschaftler aus Museen und historischen Forschungseinrichtungen sowie Vertreter jüdischer Institutionen am 4. und 5. Februar zu einem Symposium ein, um einen angemessenen Umgang mit diesen Silberbeständen zu diskutieren.

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Seit 1960 verwahrt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) rund 3.000 Silberobjekte, die infolge einer Beschlagnahmeaktion während der NS-Zeit in seine Sammlung gelangten. Hamburg einigte sich mit „Jewish Trust Corporation“ auf die Zahlung eines Ausgleichsbetrags für das verbliebene Silber, das nicht an die einstigen Besitzer oder ihre Erben zurückgegeben werden konnte. Offen ist jedoch die Frage, wie die museale Arbeit mit einem Kulturgut aussehen kann, das so unmittelbar mit dem Holocaust verbunden ist und die Museen zugleich in die Pflicht nimmt, es jederzeit zurückzugeben, wenn Ansprüche geltend gemacht werden. Im Rahmen seiner Ausstellung Raubkunst? Provenienzforschung zu den Sammlungen des MKG thematisiert das Museum seit Oktober 2014 zum ersten Mal die Geschichte seiner Silberbestände. Am 4. und 5. Februar lud das MKG in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Wissenschaftler aus Museen und historischen Forschungseinrichtungen sowie Vertreter jüdischer Institutionen zu einem Symposium ein, um einen angemessenen Umgang mit diesen Silberbeständen zu diskutieren. Grundsätzlich liege es, so ein zentrales Fazit der Gespräche, in der moralischen Verantwortung der betreffenden Museen, immer wieder für das Thema zu sensibilisieren und den Umgang mit den Objekten transparent zu machen. Für eine fundierte Forschung seien die Zugänglichkeit relevanter Dokumente, ein kontinuierlicher Informationsaustausch und der interdisziplinäre Dialog wichtige Voraussetzungen. Am Beispiel der in großen Mengen vorhandenen Silberbestände hätten die Museen außerdem die Aufgabe aufzuzeigen, wie sich die Enteignungsgeschichte des Nationalsozialismus durch alle Bevölkerungsschichten zog. Dafür sollten geeignete Ausstellungsformen und Vermittlungsformate gefunden werden.

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Courrèges trifft Spiegel-Kantine

Mode aus den 60ern und 70ern | 01. Februar 2016

In Erinnerung an den kürzlich verstorbenen französischen Modedesigner André Courrèges (1923-2016) zeigt das MKG in den nächsten zwei Monaten seine Entwürfe aus der eigenen Modesammlung. Die sechs Outfits entstehen im gleichen Zeitraum, wie die berühmte Spiegel-Kantine (1969) von Verner Panton (1926-1998).

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In Erinnerung an den kürzlich verstorbenen französischen Modedesigner André Courrèges (1923-2016) zeigt das MKG in den nächsten zwei Monaten seine Entwürfe aus der eigenen Modesammlung. Die sechs Outfits entstehen im gleichen Zeitraum, wie die berühmte Spiegel-Kantine (1969) von Verner Panton (1926-1998). André Courrèges gehört in den 1960er/70er Jahren zur Avantgarde der französischen Couturiers. Gemeinsam mit Mary Quant gilt er als Erfinder des Minirocks. Courrèges Mode ist zukunftsorientiert, enthüllt nicht nur Arme und Beine der Frau, sondern experimentiert auch mit neuen Materialien wie Vinyl und Nylon. Geometrische Formen und kräftige Unifarben aus relativ steifen Materialien, wie Gabardine, Wendewolle und Organza sind bezeichnend für den Courrèges-Look. Auf Grund seines sachlich-funktionalen Designs wird er auch als Le Corbusier der Mode bezeichnet.

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Rückblick 2015

Große Erfolge mit Tattoo und Fast Fashion | 15. Januar 2016

Das MKG blickt mit über 241.000 Besuchern auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit Projekten, die kontrovers diskutierte Themen aufgreifen, und innovativen Vermittlungsangeboten öffnet sich das MKG einem breiten Publikum und erreicht Menschen jeden Alters. Zu den meistbesuchten Sonderausstellungen zählte Tattoo mit 83.000 Besuchern. Zum konsumkritischen Projekt Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode kamen 71.000 Besucher.

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Das MKG blickt mit über 241.000 Besuchern auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit Projekten, die kontrovers diskutierte Themen aufgreifen, und innovativen Vermittlungsangeboten öffnet sich das MKG einem breiten Publikum und erreicht Menschen jeden Alters. Zu den meistbesuchten Sonderausstellungen zählte Tattoo mit 83.000 Besuchern. Zum konsumkritischen Projekt Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode kamen 71.000 Besucher. Auch außerhalb Hamburgs stoßen die Ausstellungen auf großes Interesse. So ist Fast Fashion bis zum 3. Juli 2016 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden zu sehen und wandert anschließend in die Schweiz, nach Australien und Südostasien. Im vergangenen Jahr führte das MKG auch die intensive Arbeit mit den Sammlungen fort. Zusammen mit den Präsentationen der großen Weltreligionen im MKG ist die neueingerichtete Sammlung Islamische Kunst ein weiterer wichtiger Beitrag zum interreligiösen Dialog. Das  Ausstellungsprojekt Jugendstil. Die große Utopie stellt die Epoche in neuer Interpretation vor.

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