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Freiraum

Dienstag, 01. Juni 2021

10-18 Uhr

Zeitkapsel Lagerhaus G @ Freiraum

Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

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Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

Das Lagerhaus G, ein 24.000 qm großer Speicher für Kolonialwaren wie Kaffee, Tabak und Tee, wurde ab 1903 von der Hamburger Freihafen-Lagerhaus Gesellschaft am Saalehafen auf dem Kleinen Grasbrook errichtet. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte neben anderen die Firma Reemtsma das Lagerhaus G als Rohtabaklager. In den Jahren 1944/45 war es als Außenlager des KZ Neuengamme Unterbringungsort für mehrere tausend Häftlinge, die bei der Trümmerbeseitigung kriegswichtiger Industriebetriebe und Infrastruktur eingesetzt wurden. Kaum ein Ort im Stadtgebiet ist so geeignet, an das Ausmaß der NS-Zwangsarbeit im Hafen in all seinen Facetten, vom Einsatz der KZ-Häftlinge über den der italienischen Militärinternierten bis zu anderen Zwangsarbeiter*innen zu erinnern und damit eine Leerstelle in der Hamburger Erinnerungskultur zu tilgen.

Auf dem Kleinen Grasbrook soll ab 2024 der nächste Teil der Hafencity gebaut werden, und somit rückt das Lagerhaus G aus dem Off eines aufgegebenen Hafenteils in den Fokus aktueller Stadtplanung.

Die Initiative Dessauer Ufer (IDU) setzt sich seit 2017 für den Erhalt und die Sanierung des Lagerhaus G sowie für die Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im Gebäude ein. Sie weist deutlich auf die historische Verantwortung der Stadt Hamburg für das Haus hin. Die IDU besteht aus einem Kreis von Historiker*innen, Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen, Architekt*innen, Stadtteilaktiven, Antifaschist*innen und All-rounder*innen. Die IDU forscht intensiv zum Lagerhaus G, führt vor Ort Gedenkveranstaltungen und Rundgänge durch und entwickelt eigene Vorschläge für seine künftige Nutzung.

Im Freiraum des MK&G möchte die IDU die Ergebnisse ihrer Arbeit durch verschiedene mediale Aufbereitungen, wie etwa Filme und Audiobeiträge, Texte, Fotos und Pläne, präsentieren und in partizipativen Formaten zur Diskussion stellen. Ein detailliertes Schnittmodell soll dabei die Ausmaße des Lagerhaus G aufzeigen sowie einen Eindruck der Innenansicht geben. Ebenso sollen die historischen Gleichzeitigkeiten des Lagerhaus G und des MK&G thematisiert werden.

Die IDU möchte ins Gespräch kommen über eine Erinnerungskultur und Stadtplanung von unten und zur Diskussion stellen: Wie kann beides für das Lagerhaus G neu gedacht und umgesetzt werden? Die IDU lädt dazu ein, sich an Workshops zu beteiligen, Vortragsveranstaltungen und Exkursionen zu besuchen und sich über einen Ort zu informieren, an dem nur wenige Kilometer vom MK&G entfernt einst KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter interniert waren; einen Ort, der die Jahrzehnte nach Kriegsende fast unverändert überdauert hat, ohne je systematisch erforscht zu werden und der mittlerweile vom Verfall bedroht ist.

Die IDU tritt dafür ein, das Lagerhaus G für die Stadtgesellschaft zu öffnen und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Das Haus hat mehr als eine Geschichte zu erzählen, über die Stadt, über den Hafen. Die Initiative ruft dazu auf, Visionen und Konzepte zu entwickeln, die das Haus mit Leben füllen und zugleich seine Vergangenheit offenlegen und erfahrbar machen.

freiraum@mkg-hamburg.de

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Mittwoch, 02. Juni 2021

10-18 Uhr

Zeitkapsel Lagerhaus G @ Freiraum

Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

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Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

Das Lagerhaus G, ein 24.000 qm großer Speicher für Kolonialwaren wie Kaffee, Tabak und Tee, wurde ab 1903 von der Hamburger Freihafen-Lagerhaus Gesellschaft am Saalehafen auf dem Kleinen Grasbrook errichtet. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte neben anderen die Firma Reemtsma das Lagerhaus G als Rohtabaklager. In den Jahren 1944/45 war es als Außenlager des KZ Neuengamme Unterbringungsort für mehrere tausend Häftlinge, die bei der Trümmerbeseitigung kriegswichtiger Industriebetriebe und Infrastruktur eingesetzt wurden. Kaum ein Ort im Stadtgebiet ist so geeignet, an das Ausmaß der NS-Zwangsarbeit im Hafen in all seinen Facetten, vom Einsatz der KZ-Häftlinge über den der italienischen Militärinternierten bis zu anderen Zwangsarbeiter*innen zu erinnern und damit eine Leerstelle in der Hamburger Erinnerungskultur zu tilgen.

Auf dem Kleinen Grasbrook soll ab 2024 der nächste Teil der Hafencity gebaut werden, und somit rückt das Lagerhaus G aus dem Off eines aufgegebenen Hafenteils in den Fokus aktueller Stadtplanung.

Die Initiative Dessauer Ufer (IDU) setzt sich seit 2017 für den Erhalt und die Sanierung des Lagerhaus G sowie für die Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im Gebäude ein. Sie weist deutlich auf die historische Verantwortung der Stadt Hamburg für das Haus hin. Die IDU besteht aus einem Kreis von Historiker*innen, Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen, Architekt*innen, Stadtteilaktiven, Antifaschist*innen und All-rounder*innen. Die IDU forscht intensiv zum Lagerhaus G, führt vor Ort Gedenkveranstaltungen und Rundgänge durch und entwickelt eigene Vorschläge für seine künftige Nutzung.

Im Freiraum des MK&G möchte die IDU die Ergebnisse ihrer Arbeit durch verschiedene mediale Aufbereitungen, wie etwa Filme und Audiobeiträge, Texte, Fotos und Pläne, präsentieren und in partizipativen Formaten zur Diskussion stellen. Ein detailliertes Schnittmodell soll dabei die Ausmaße des Lagerhaus G aufzeigen sowie einen Eindruck der Innenansicht geben. Ebenso sollen die historischen Gleichzeitigkeiten des Lagerhaus G und des MK&G thematisiert werden.

Die IDU möchte ins Gespräch kommen über eine Erinnerungskultur und Stadtplanung von unten und zur Diskussion stellen: Wie kann beides für das Lagerhaus G neu gedacht und umgesetzt werden? Die IDU lädt dazu ein, sich an Workshops zu beteiligen, Vortragsveranstaltungen und Exkursionen zu besuchen und sich über einen Ort zu informieren, an dem nur wenige Kilometer vom MK&G entfernt einst KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter interniert waren; einen Ort, der die Jahrzehnte nach Kriegsende fast unverändert überdauert hat, ohne je systematisch erforscht zu werden und der mittlerweile vom Verfall bedroht ist.

Die IDU tritt dafür ein, das Lagerhaus G für die Stadtgesellschaft zu öffnen und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Das Haus hat mehr als eine Geschichte zu erzählen, über die Stadt, über den Hafen. Die Initiative ruft dazu auf, Visionen und Konzepte zu entwickeln, die das Haus mit Leben füllen und zugleich seine Vergangenheit offenlegen und erfahrbar machen.

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Donnerstag, 03. Juni 2021

10-21 Uhr

Zeitkapsel Lagerhaus G @ Freiraum

Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

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Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

Das Lagerhaus G, ein 24.000 qm großer Speicher für Kolonialwaren wie Kaffee, Tabak und Tee, wurde ab 1903 von der Hamburger Freihafen-Lagerhaus Gesellschaft am Saalehafen auf dem Kleinen Grasbrook errichtet. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte neben anderen die Firma Reemtsma das Lagerhaus G als Rohtabaklager. In den Jahren 1944/45 war es als Außenlager des KZ Neuengamme Unterbringungsort für mehrere tausend Häftlinge, die bei der Trümmerbeseitigung kriegswichtiger Industriebetriebe und Infrastruktur eingesetzt wurden. Kaum ein Ort im Stadtgebiet ist so geeignet, an das Ausmaß der NS-Zwangsarbeit im Hafen in all seinen Facetten, vom Einsatz der KZ-Häftlinge über den der italienischen Militärinternierten bis zu anderen Zwangsarbeiter*innen zu erinnern und damit eine Leerstelle in der Hamburger Erinnerungskultur zu tilgen.

Auf dem Kleinen Grasbrook soll ab 2024 der nächste Teil der Hafencity gebaut werden, und somit rückt das Lagerhaus G aus dem Off eines aufgegebenen Hafenteils in den Fokus aktueller Stadtplanung.

Die Initiative Dessauer Ufer (IDU) setzt sich seit 2017 für den Erhalt und die Sanierung des Lagerhaus G sowie für die Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im Gebäude ein. Sie weist deutlich auf die historische Verantwortung der Stadt Hamburg für das Haus hin. Die IDU besteht aus einem Kreis von Historiker*innen, Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen, Architekt*innen, Stadtteilaktiven, Antifaschist*innen und All-rounder*innen. Die IDU forscht intensiv zum Lagerhaus G, führt vor Ort Gedenkveranstaltungen und Rundgänge durch und entwickelt eigene Vorschläge für seine künftige Nutzung.

Im Freiraum des MK&G möchte die IDU die Ergebnisse ihrer Arbeit durch verschiedene mediale Aufbereitungen, wie etwa Filme und Audiobeiträge, Texte, Fotos und Pläne, präsentieren und in partizipativen Formaten zur Diskussion stellen. Ein detailliertes Schnittmodell soll dabei die Ausmaße des Lagerhaus G aufzeigen sowie einen Eindruck der Innenansicht geben. Ebenso sollen die historischen Gleichzeitigkeiten des Lagerhaus G und des MK&G thematisiert werden.

Die IDU möchte ins Gespräch kommen über eine Erinnerungskultur und Stadtplanung von unten und zur Diskussion stellen: Wie kann beides für das Lagerhaus G neu gedacht und umgesetzt werden? Die IDU lädt dazu ein, sich an Workshops zu beteiligen, Vortragsveranstaltungen und Exkursionen zu besuchen und sich über einen Ort zu informieren, an dem nur wenige Kilometer vom MK&G entfernt einst KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter interniert waren; einen Ort, der die Jahrzehnte nach Kriegsende fast unverändert überdauert hat, ohne je systematisch erforscht zu werden und der mittlerweile vom Verfall bedroht ist.

Die IDU tritt dafür ein, das Lagerhaus G für die Stadtgesellschaft zu öffnen und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Das Haus hat mehr als eine Geschichte zu erzählen, über die Stadt, über den Hafen. Die Initiative ruft dazu auf, Visionen und Konzepte zu entwickeln, die das Haus mit Leben füllen und zugleich seine Vergangenheit offenlegen und erfahrbar machen.

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19-21 Uhr

Gespräch: Helen Epstein mit der Initiative Dessauer Ufer

Helen Epstein im Gespräch mit der Initiative Dessauer Ufer | Freiraum & Digital | Kostenlos online via Zoom

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Helen Epstein im Gespräch mit der Initiative Dessauer Ufer | Freiraum & Digital | Kostenlos online via Zoom

Die Autorin und Journalistin Helen Epstein hat vergangenes Jahr die bereits 1974 verfasste Autobiografie ihrer Mutter Franci Rabinek Epstein herausgebracht. Diese war Überlebende mehrerer nationalsozialistischer Konzentrationslager, unter anderem des Außenlagers Dessauer Ufer. Im Gespräch mit Lucy Debus und Lisa Hellriegel (beide Initiative Dessauer Ufer) spricht Helen Epstein über das Buch ihrer Mutter und ihre Bewegründe, sich für eine Veröffentlichung einzusetzen.

Eine Veranstaltung im Rahmen von "Zeitkapsel Lagerhaus G", eine Kooperation des Freiraums mit der Initiative Dessauer Ufer. Das Gespräch findet in englischer Sprache und auf Zoom statt. Je nach pandemischer Lage auch als Übertragung im Freiraum.

Anmeldung zur Veranstaltung via Mail an freiraum(at)mkg-hamburg.de

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR

freiraum@mkg-hamburg.de

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Freitag, 04. Juni 2021

10-18 Uhr

Zeitkapsel Lagerhaus G @ Freiraum

Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

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Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

Das Lagerhaus G, ein 24.000 qm großer Speicher für Kolonialwaren wie Kaffee, Tabak und Tee, wurde ab 1903 von der Hamburger Freihafen-Lagerhaus Gesellschaft am Saalehafen auf dem Kleinen Grasbrook errichtet. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte neben anderen die Firma Reemtsma das Lagerhaus G als Rohtabaklager. In den Jahren 1944/45 war es als Außenlager des KZ Neuengamme Unterbringungsort für mehrere tausend Häftlinge, die bei der Trümmerbeseitigung kriegswichtiger Industriebetriebe und Infrastruktur eingesetzt wurden. Kaum ein Ort im Stadtgebiet ist so geeignet, an das Ausmaß der NS-Zwangsarbeit im Hafen in all seinen Facetten, vom Einsatz der KZ-Häftlinge über den der italienischen Militärinternierten bis zu anderen Zwangsarbeiter*innen zu erinnern und damit eine Leerstelle in der Hamburger Erinnerungskultur zu tilgen.

Auf dem Kleinen Grasbrook soll ab 2024 der nächste Teil der Hafencity gebaut werden, und somit rückt das Lagerhaus G aus dem Off eines aufgegebenen Hafenteils in den Fokus aktueller Stadtplanung.

Die Initiative Dessauer Ufer (IDU) setzt sich seit 2017 für den Erhalt und die Sanierung des Lagerhaus G sowie für die Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im Gebäude ein. Sie weist deutlich auf die historische Verantwortung der Stadt Hamburg für das Haus hin. Die IDU besteht aus einem Kreis von Historiker*innen, Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen, Architekt*innen, Stadtteilaktiven, Antifaschist*innen und All-rounder*innen. Die IDU forscht intensiv zum Lagerhaus G, führt vor Ort Gedenkveranstaltungen und Rundgänge durch und entwickelt eigene Vorschläge für seine künftige Nutzung.

Im Freiraum des MK&G möchte die IDU die Ergebnisse ihrer Arbeit durch verschiedene mediale Aufbereitungen, wie etwa Filme und Audiobeiträge, Texte, Fotos und Pläne, präsentieren und in partizipativen Formaten zur Diskussion stellen. Ein detailliertes Schnittmodell soll dabei die Ausmaße des Lagerhaus G aufzeigen sowie einen Eindruck der Innenansicht geben. Ebenso sollen die historischen Gleichzeitigkeiten des Lagerhaus G und des MK&G thematisiert werden.

Die IDU möchte ins Gespräch kommen über eine Erinnerungskultur und Stadtplanung von unten und zur Diskussion stellen: Wie kann beides für das Lagerhaus G neu gedacht und umgesetzt werden? Die IDU lädt dazu ein, sich an Workshops zu beteiligen, Vortragsveranstaltungen und Exkursionen zu besuchen und sich über einen Ort zu informieren, an dem nur wenige Kilometer vom MK&G entfernt einst KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter interniert waren; einen Ort, der die Jahrzehnte nach Kriegsende fast unverändert überdauert hat, ohne je systematisch erforscht zu werden und der mittlerweile vom Verfall bedroht ist.

Die IDU tritt dafür ein, das Lagerhaus G für die Stadtgesellschaft zu öffnen und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Das Haus hat mehr als eine Geschichte zu erzählen, über die Stadt, über den Hafen. Die Initiative ruft dazu auf, Visionen und Konzepte zu entwickeln, die das Haus mit Leben füllen und zugleich seine Vergangenheit offenlegen und erfahrbar machen.

freiraum@mkg-hamburg.de

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Samstag, 05. Juni 2021

10-18 Uhr

Zeitkapsel Lagerhaus G @ Freiraum

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Das Lagerhaus G, ein 24.000 qm großer Speicher für Kolonialwaren wie Kaffee, Tabak und Tee, wurde ab 1903 von der Hamburger Freihafen-Lagerhaus Gesellschaft am Saalehafen auf dem Kleinen Grasbrook errichtet. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte neben anderen die Firma Reemtsma das Lagerhaus G als Rohtabaklager. In den Jahren 1944/45 war es als Außenlager des KZ Neuengamme Unterbringungsort für mehrere tausend Häftlinge, die bei der Trümmerbeseitigung kriegswichtiger Industriebetriebe und Infrastruktur eingesetzt wurden. Kaum ein Ort im Stadtgebiet ist so geeignet, an das Ausmaß der NS-Zwangsarbeit im Hafen in all seinen Facetten, vom Einsatz der KZ-Häftlinge über den der italienischen Militärinternierten bis zu anderen Zwangsarbeiter*innen zu erinnern und damit eine Leerstelle in der Hamburger Erinnerungskultur zu tilgen.

Auf dem Kleinen Grasbrook soll ab 2024 der nächste Teil der Hafencity gebaut werden, und somit rückt das Lagerhaus G aus dem Off eines aufgegebenen Hafenteils in den Fokus aktueller Stadtplanung.

Die Initiative Dessauer Ufer (IDU) setzt sich seit 2017 für den Erhalt und die Sanierung des Lagerhaus G sowie für die Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im Gebäude ein. Sie weist deutlich auf die historische Verantwortung der Stadt Hamburg für das Haus hin. Die IDU besteht aus einem Kreis von Historiker*innen, Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen, Architekt*innen, Stadtteilaktiven, Antifaschist*innen und All-rounder*innen. Die IDU forscht intensiv zum Lagerhaus G, führt vor Ort Gedenkveranstaltungen und Rundgänge durch und entwickelt eigene Vorschläge für seine künftige Nutzung.

Im Freiraum des MK&G möchte die IDU die Ergebnisse ihrer Arbeit durch verschiedene mediale Aufbereitungen, wie etwa Filme und Audiobeiträge, Texte, Fotos und Pläne, präsentieren und in partizipativen Formaten zur Diskussion stellen. Ein detailliertes Schnittmodell soll dabei die Ausmaße des Lagerhaus G aufzeigen sowie einen Eindruck der Innenansicht geben. Ebenso sollen die historischen Gleichzeitigkeiten des Lagerhaus G und des MK&G thematisiert werden.

Die IDU möchte ins Gespräch kommen über eine Erinnerungskultur und Stadtplanung von unten und zur Diskussion stellen: Wie kann beides für das Lagerhaus G neu gedacht und umgesetzt werden? Die IDU lädt dazu ein, sich an Workshops zu beteiligen, Vortragsveranstaltungen und Exkursionen zu besuchen und sich über einen Ort zu informieren, an dem nur wenige Kilometer vom MK&G entfernt einst KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter interniert waren; einen Ort, der die Jahrzehnte nach Kriegsende fast unverändert überdauert hat, ohne je systematisch erforscht zu werden und der mittlerweile vom Verfall bedroht ist.

Die IDU tritt dafür ein, das Lagerhaus G für die Stadtgesellschaft zu öffnen und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Das Haus hat mehr als eine Geschichte zu erzählen, über die Stadt, über den Hafen. Die Initiative ruft dazu auf, Visionen und Konzepte zu entwickeln, die das Haus mit Leben füllen und zugleich seine Vergangenheit offenlegen und erfahrbar machen.

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Sonntag, 06. Juni 2021

10-18 Uhr

Zeitkapsel Lagerhaus G @ Freiraum

Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

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Offenes Labor zur Zukunft und Geschichte eines Hamburger Hafenspeichers | Freiraum

Das Lagerhaus G, ein 24.000 qm großer Speicher für Kolonialwaren wie Kaffee, Tabak und Tee, wurde ab 1903 von der Hamburger Freihafen-Lagerhaus Gesellschaft am Saalehafen auf dem Kleinen Grasbrook errichtet. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte neben anderen die Firma Reemtsma das Lagerhaus G als Rohtabaklager. In den Jahren 1944/45 war es als Außenlager des KZ Neuengamme Unterbringungsort für mehrere tausend Häftlinge, die bei der Trümmerbeseitigung kriegswichtiger Industriebetriebe und Infrastruktur eingesetzt wurden. Kaum ein Ort im Stadtgebiet ist so geeignet, an das Ausmaß der NS-Zwangsarbeit im Hafen in all seinen Facetten, vom Einsatz der KZ-Häftlinge über den der italienischen Militärinternierten bis zu anderen Zwangsarbeiter*innen zu erinnern und damit eine Leerstelle in der Hamburger Erinnerungskultur zu tilgen.

Auf dem Kleinen Grasbrook soll ab 2024 der nächste Teil der Hafencity gebaut werden, und somit rückt das Lagerhaus G aus dem Off eines aufgegebenen Hafenteils in den Fokus aktueller Stadtplanung.

Die Initiative Dessauer Ufer (IDU) setzt sich seit 2017 für den Erhalt und die Sanierung des Lagerhaus G sowie für die Einrichtung eines Lern- und Gedenkortes im Gebäude ein. Sie weist deutlich auf die historische Verantwortung der Stadt Hamburg für das Haus hin. Die IDU besteht aus einem Kreis von Historiker*innen, Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen, Architekt*innen, Stadtteilaktiven, Antifaschist*innen und All-rounder*innen. Die IDU forscht intensiv zum Lagerhaus G, führt vor Ort Gedenkveranstaltungen und Rundgänge durch und entwickelt eigene Vorschläge für seine künftige Nutzung.

Im Freiraum des MK&G möchte die IDU die Ergebnisse ihrer Arbeit durch verschiedene mediale Aufbereitungen, wie etwa Filme und Audiobeiträge, Texte, Fotos und Pläne, präsentieren und in partizipativen Formaten zur Diskussion stellen. Ein detailliertes Schnittmodell soll dabei die Ausmaße des Lagerhaus G aufzeigen sowie einen Eindruck der Innenansicht geben. Ebenso sollen die historischen Gleichzeitigkeiten des Lagerhaus G und des MK&G thematisiert werden.

Die IDU möchte ins Gespräch kommen über eine Erinnerungskultur und Stadtplanung von unten und zur Diskussion stellen: Wie kann beides für das Lagerhaus G neu gedacht und umgesetzt werden? Die IDU lädt dazu ein, sich an Workshops zu beteiligen, Vortragsveranstaltungen und Exkursionen zu besuchen und sich über einen Ort zu informieren, an dem nur wenige Kilometer vom MK&G entfernt einst KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter interniert waren; einen Ort, der die Jahrzehnte nach Kriegsende fast unverändert überdauert hat, ohne je systematisch erforscht zu werden und der mittlerweile vom Verfall bedroht ist.

Die IDU tritt dafür ein, das Lagerhaus G für die Stadtgesellschaft zu öffnen und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Das Haus hat mehr als eine Geschichte zu erzählen, über die Stadt, über den Hafen. Die Initiative ruft dazu auf, Visionen und Konzepte zu entwickeln, die das Haus mit Leben füllen und zugleich seine Vergangenheit offenlegen und erfahrbar machen.

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Samstag, 12. Juni 2021

10-16.30 Uhr

Zine-Workshop

NORMEN FORMEN | Mit Noëlle (sie/er) und Lena (sie) | Freiraum

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NORMEN FORMEN | Mit Noëlle (sie/er) und Lena (sie) | Freiraum

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, wir bitten um Anmeldung via freiraum(at)mkg-hamburg.de.

In dem zweitägigen Workshop "Normen formen" werden Geschlechterstereotype untersucht, indem Charaktere entwickelt, gezeichnet, ihnen eine Hintergrundgeschichte gegeben und all dies nachher in einem Zine, also einem kleinen Heft, zusammengebracht wird.

Am ersten Tag lernen sich die Teilnehmer:innen und einige Grundbegriffe kennen, die helfen, informiert über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt zu sprechen. Dann werden in mehreren Zeichenspielen viele Charaktere entwickelt, von denen sich alle eine:n aussuchen kann, den:die sie näher kennenlernen. Am zweiten Tag werden die Zines entwickelt. Das kann zum Beispiel ein Kurzcomic über den ausgesuchten Charakter sein, etwa eine Episode aus seinem:ihren Leben. Oder vielleicht begegnet er:sie sogar der Figur anderer Teilnehmenden? Alles ist möglich und Noëlle und Lena geben gerne Zeichen- und Erzähltipps.

Noëlle und Lena zeichnen beide selbst Comics und arbeiten als Illustrator:innen für Verlage.

freiraum@mkg-hamburg.de

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Sonntag, 13. Juni 2021

10-16.30 Uhr

Zine-Workshop

NORMEN FORMEN | Mit Noëlle (sie/er) und Lena (sie) | Freiraum

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NORMEN FORMEN | Mit Noëlle (sie/er) und Lena (sie) | Freiraum

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, wir bitten um Anmeldung via freiraum(at)mkg-hamburg.de.

In dem zweitägigen Workshop "Normen formen" werden Geschlechterstereotype untersucht, indem Charaktere entwickelt, gezeichnet, ihnen eine Hintergrundgeschichte gegeben und all dies nachher in einem Zine, also einem kleinen Heft, zusammengebracht wird.

Am ersten Tag lernen sich die Teilnehmer:innen und einige Grundbegriffe kennen, die helfen, informiert über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt zu sprechen. Dann werden in mehreren Zeichenspielen viele Charaktere entwickelt, von denen sich alle eine:n aussuchen kann, den:die sie näher kennenlernen. Am zweiten Tag werden die Zines entwickelt. Das kann zum Beispiel ein Kurzcomic über den ausgesuchten Charakter sein, etwa eine Episode aus seinem:ihren Leben. Oder vielleicht begegnet er:sie sogar der Figur anderer Teilnehmenden? Alles ist möglich und Noëlle und Lena geben gerne Zeichen- und Erzähltipps.

Noëlle und Lena zeichnen beide selbst Comics und arbeiten als Illustrator:innen für Verlage.

freiraum@mkg-hamburg.de

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Donnerstag, 17. Juni 2021

18-20 Uhr

Rundgang und Gespräch

Die Dauerausstellung Judentum im MK&G | Freiraum & Digital

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Die Dauerausstellung Judentum im MK&G | Freiraum & Digital

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, wir bitten um Anmeldung via freiraum(at)mkg-hamburg.de

Wie kann man das Judentum heute adäquat präsentieren in einem Museum für Kunst und Gewerbe, das eines der wichtigsten Häuser für Gestaltung in Deutschland ist und sich als Ort des Diskurses versteht? Im Zuge der Neueinrichtung der Dauerausstellungsräume zu Buddhismus, Christentum und Islam rückt das MK&G seit 2015 auch das Judentum als Weltreligion in den Fokus. Eine Judaika-Sammlung wurde bereits im 19. Jahrhundert angelegt. Nach der Schoa sind nur wenige Objekte in Deutschland erhalten geblieben. Umso wertvoller sind die 20 Kultgeräte aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, die nun erstmals seit Museumsgründung wieder im MK&G präsentiert werden.  Die Dauerausstellung ermöglicht einen Einblick in zentrale Aspekte der jüdischen Religion  ̶ der jüdische Kalender, die wichtigsten Fest- und Trauertage und Stationen im Lebenszyklus werden anhand  historischer Gerätschaften ebenso erläutert wie die Bedeutung der Tora. Damit versucht die Schau einen Beitrag zum interreligiösen Dialog zu leisten.

In einem Rundgang soll die Schausammlung zunächst gemeinsam erkundet werden. Im Anschluss soll im Gespräch mit Christine Kitzlinger (Kuratorin und Leitung der Sammlungen Europäisches Kunsthandwerk und Skulptur, MK&G) sowie Dr. Felicitas Heimann-Jelinek (freiberufliche Kuratorin, Leiterin des Curatorial Education Program der Association of European Jewish Museums) und Dr. Monika Kaminska (jüdische Bildungsphilosophin und Erziehungswissenschaftlerin mit Lehrauftrag an der Universität Hamburg) sowie Michael Nüssen (Interreligiöse Dialoge, Jüdische Gemeinde Hamburg) über das vermittelnde Potenzial der Ausstellung diskutiert werden.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dis/Kontinuitäten – Sichtbarkeit und Sichtbarmachung jüdischen Lebens im MK&G“. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

freiraum@mkg-hamburg.de

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19-21 Uhr

Im Gespräch

Hami Roshan mit Susan Djahangard, Julia Lutz und der Seebrücke Hamburg | Freiraum | Online via Zoom

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Hami Roshan mit Susan Djahangard, Julia Lutz und der Seebrücke Hamburg | Freiraum | Online via Zoom

Anmeldung zur Veranstaltung: https://zoom.us/webinar/register/WN_LkfwRu0IShWOrtRFZmaJVg

Hami Roshan studiert Fotojournalismus und Dokumentarfotografie in Hamburg. Er selbst floh 2013 aus dem Iran und kennt die Realität von Flucht und Vertreibung aus seinen eigenen Erfahrungen. Diese teilt er mit den über 20.000 Geflüchteten, welche noch immer auf den griechischen Inseln festsitzen. Um ihr Leid und Leben in den Lagern, sowie ihre Geschichten zu dokumentieren, reiste er bereits zweimal nach Lesbos und hielt seine Eindrücke trotz Verboten und Repressionen in fotografischen Aufnahmen fest.

In einem gemeinsamen Gespräch mit der der Journalistin Susan Djahangard, der Kunsthistorikerin Julia Lutz und zwei Mitgliedern der Seebrücke Hamburg spricht Hami Roshan über seine fotografische Arbeit zwischen Abstraktion und Dokumentation, sowie die Lebensrealität in den griechischen Lagern – und die politische Notwendigkeit, jetzt zu handeln.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Seebrücke Hamburg - Teil einer internationalen Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

freiraum@mkg-hamburg.de

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