12-16 Uhr

Seminar und Panel-Diskussion

The Kids are alright - Jugend der Gegenwart und Gegenwart der Jugend | Seminar | Freiraum (Anmeldung erforderlich)

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The Kids are alright - Jugend der Gegenwart und Gegenwart der Jugend | Seminar | Freiraum (Anmeldung erforderlich)

Offenes Seminar und Panel-Diskussion im Rahmen des Ausstellungs- und Performance-Projekts „Gegenwart: Doing Youth“.

Anmeldung unter info(at)gegenwart.jetzt

Vorsichtig ließe sich Jugend zunächst als jene Phase bestimmen, deren zentrales Merkmal eine Unbestimmtheit gegenüber der Zukunft ist – zumindest für jene, deren gesellschaftliches Schicksal nicht durch den stummen Zwang der Ökonomie determiniert wird. Jugend ist die transformatorische Passage zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, die durch einen ‚Spaß am Widerstand‘, d.h. durch eine Abgrenzung zur etablierten, erwachsenen Ordnung charakterisiert werden kann - oder konnte? Auch wenn aktuelle Studien ein zunehmend befriedetes Generationenverhältnis beschreiben, welches zu einer Freundschaft neigt, belegen die aktuellen Proteste (Fridays for Future, Hong Kong) diese Konfliktlinie eindrücklich. „Jugend hat die Gesellschaft erobert, verwandelt, verbessert und ist selbst dabei kaputt gegangen, immer wieder”, hält Rainald Goetz in seiner Büchner Preisrede fest. Im Anschluss an Goetz interessiert sich der Workshop für Jugend als Möglichkeitsraum für Veränderungen. Entgegen einer exklusiv ‚erwachsenen’ Deutung von Jugend, die traditionell von einem tiefsitzenden Unverständnis (‚ok boomer’) und einer systematischen Abwertung (unreif und -dankbar, gewaltbereit, fehlende Manieren, Rationalitätsdefizit) der nachfolgenden Generation gekennzeichnet ist, möchte das angedachte Format Jugend als Brennglas für die Gegenwart begreifen, in dem gesellschaftliche Antagonismen genauer sichtbar werden.

Im ersten Teil der Veranstaltung (offenes Seminar) werden kurze Texte zum Thema Jugend gemeinsam gelesen und besprochen. Im anschließenden Diskussions-Panel wird versucht unterschiedlichen Zugriffe auf ‚Jugend‘ dialogisch zu verbinden. Dabei soll jedoch nicht bloß über Jugend gesprochen werden, sondern diese auch selbst (insofern dieses Kollektivsubjekt überhaupt existiert) zu Wort kommen.

Weitere Informationen zeitnah auf www.gegenwart.jetzt

freiraum@mkg-hamburg.de

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