Vorschau

5. November 2021 bis 6. März 2022
Poster und Papierkram
Ein Glossar des Sammelns

Wie entsteht eigentlich eine Sammlung? Wer entscheidet, was gesammelt wird? Wie werden die Arbeiten bewahrt und vermittelt? Und welche Werke würden die Besucher*innen sammeln? Mit Poster und Papierkram. Ein Glossar des Sammelns blickt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) neugierig und selbstkritisch zurück auf 150 Jahre Sammeln und Ausstellen. Am Beispiel der Sammlung Grafik und Plakate lädt die Ausstellung Besucher*innen ein, spielerisch stöbernd einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Entlang von Schlagwörtern wie „Auswahl“, „Budget“, „Commons“ oder „Leihverkehr“ verbindet sie Historisches mit zeitgenössischen Fragen und macht die Menschen, Wünsche, Umstände und Praktiken greifbar, die diese Sammlung prägen. Von Museumsgründer Justus Brinckmann bis zu zeitgenössischen Gestalter*innen und Kritiker*innen, vom Ankauf über die Inventarisierung und Präsentation bis zur Restaurierung. Dies geschieht über eine Fülle von herausragenden Arbeiten, Archivalien, Video-Interviews, Fotografien und Fundstücken. Zu sehen sind Filmplakate, Beispiele aus der Jugendstil-Sammlung, Werbung aus den letzten 150 Jahren, politische Grafik und Protestplakate, Schätze des japanischen Grafik-Design, Künstler*innenplakate, feministische Positionen und Blätter aus den Anfängen der Sammlung wie so genannte Hamburgensien.


Abb.: Jan Lenica (1928–2001), Ausstellungsplakat  „Plakat Film“ (Deutsches Plakat Museum Essen),  1981, MK&G, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 (Detail)