Vorschau

5. Juli bis 3. November 2019
Manufaktur des Klangs
2000 Jahre Orgelbau und Orgelspiel

Mit über 300 Orgeln besitzt Hamburg eine einzigartige und vielfältige Orgellandschaft. Außer in den Kirchen der Stadt befinden sich zahlreiche weitere Instrumente in Schulen, in der Elbphilharmonie, im Sendesaal des NDR, in der Staatsoper, in der Universität und sogar in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Zum 300. Todestag Arp Schnitgers (16481719), einer der weltweit berühmtesten Orgelbauer, ruft die Stadt Hamburg 2019 unter dem Motto Hamburg zieht alle Register ein Orgeljahr aus, das mit Konzerten, Veranstaltungen in der gesamten Stadt und mit einer großen Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) neugierig machen soll auf das imposante Instrument und seine Geschichte. Die Ausstellung Manufaktur des Klangs. 2000 Jahre Orgelbau und Orgelspiel lädt vom 5. Juli bis 3. November 2019 ein, die gestalterischen, baulichen und technischen Finessen des Wunderwerks Orgel kennenzulernen.

Im Mittelpunkt der Schau stehen Orgelbau und Orgelspiel, die von der UNESCO 2017 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurden. Die Ausstellung erzählt von der 2000-jährigen Geschichte der Orgel von der Antike bis zur Gegenwart, stellt die verschiedenen künstlerischen Gestaltungen bzw. das Design des Instruments vor und gibt Einblick in die vielfältigen Facetten des Repertoires für das Instrument von der Kirchenmusik bis zu zeitgenössischen Werken. Im Rahmen der Ausstellung werden ausgewählte Orgeln in der Stadt als externe Stationen einbezogen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, damit das Publikum das Spiel der Orgeln auch live erleben kann.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in Zusammenarbeit mit Orgelstadt Hamburg e. V. und dem Musikfest Bremen. Unterstützt wird das Projekt außerdem durch die enge Zusammenarbeit mit Rudolf von Beckerath Orgelbau, Hamburg und Johannes Klais Orgelbau, Bonn. Mit freundlicher Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

Abb.: Hans Sebald Beham (1500–1550), Die Musik aus der Folge der sieben freien Künste, Kupferstich, Frankfurt am Main, zwischen 1530 und 1550, MKG