Vorschau

17. September 2021 bis 20. März 2022
Hildegard Heise

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) präsentiert erstmals einen umfassenden Überblick zum Werk der Fotografin Hildegard Heise (1897–1979). Ihre Arbeiten, zwischen 1928 und Anfang der 1970er-Jahre entstanden, sind eine Wiederentdeckung. 1930 stellte Heise gemeinsam mit Fotograf*innen der Avantgarde wie Max Burchartz, Andreas Feininger, Hans Finsler, Hein Gorny oder Anneliese Kretschmer auf der „Internationalen Ausstellung Das Lichtbild“ in München aus. Ihr künstlerisches Werk verfolgte sie in der Nachkriegszeit vor allem im Privaten. Heise fotografierte im neusachlichen Stil, betonte die Oberfläche, Struktur und Form ihrer Sujets und wählte häufig enge Ausschnitte. Zugleich fand sie mit ihren Kinderbildnissen einen eigenen Schwerpunkt, den sie durch die Jahrzehnte weiterverfolgt. Auf ihren Reisen zwischen 1937 und 1970 verschränkte sie Porträt- und Landschaftsdarstellungen stark miteinander. Auch in der Nachkriegszeit blieb Hildegard Heise ihrem sachlich-nüchternen Ansatz treu. Ihr Nachlass umfasst rund 3000 Aufnahmen und wird im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) aufbewahrt.


Abb.: Hildegard Heise (1897–1979), Porträt, 1937/38, Silbergelatinepapier, 17,3 x 22,4 cm, MK&G, © Matthias Biermann-Ratjen (Detail)