Vorschau

11. Juni 2021 bis 9. Januar 2022
Heimaten

Mit der Ausstellung Heimaten widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) einem Thema, das so kontrovers diskutiert wird wie kaum ein anderes. Nur wenige Begriffe sind emotional so aufgeladen, politisch wie kommerziell so instrumentalisiert, so sentimental besetzt und subjektiv wie dieser. Die eine, für alle gleichermaßen gültige Definition von Heimat gibt es nicht, und ausgehend von dieser Annahme ist Heimaten von Grund auf offen, partizipativ und vieldeutig angelegt. Eine eigens entwickelte Umfrage lädt die Besucher*innen dazu ein, ihre Definition von und ihre Haltung zu Heimat in die Ausstellung einfließen zu lassen. Rund 80 Exponate – von antiken Keramiken über Grafik, Typografie, Film, Fotografie und Mode bis hin zur Browser-App – sollen als Denkanstoß dabei helfen und werden zugleich immer wieder auch als gestaltete „Heimatobjekte“ enttarnt. Das kuratorische Team will ganz bewusst keine abschließenden Antworten geben, was Heimat ist oder sein kann. Eine aktive Beteiligung des Publikums und ausgewählter Gruppen der Stadtgesellschaft im Laufe der Ausstellung soll den Diskurs über Heimat um vielfältige Stimmen, Zugänge und Objekte erweitern.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Ausstellungsfonds der Freien und Hansestadt Hamburg, die Körber Stiftung und die Hubertus Wald Stiftung.


Abb.: mischer'traxler studio, Nocturnal Cloud, 2020, Foto: Leonard Hilzensauer (Detail)