Zinn

Von der Mine ins Museum

Zeitspanne
14.2.25 – 10.8.25
Bild / Video
Teasertext

Zinn boomt im Jugendstil. Fasziniert von der Formbarkeit und dem matten Glanz, experimentieren Künstler*innen und Designer*innen mit diesem Metall. Neue Printmedien, internationale Verkaufsausstellungen und zahlungskräftige Kundschaft befeuern die Nachfrage nach Geschirr im „neuen Stil“. Die Erschließung neuer Erzlagerstätten schafft günstige Voraussetzungen für das Aufleben des Zinngusses in Europa. Davon profitieren Firmen wie J. P. Kayser Sohn, die Orivit AG und die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF), sie produzieren nach Entwürfen namhafter Designer wie Peter Behrens, Albin Müller und Joseph Maria Olbrich. Die Ausstellung illustriert anhand von Exponaten aus der Sammlung Herkunft und Verarbeitung von Zinn im Jugendstil. Drei Kapitel erzählen von Zinnvorkommen und deren Abbau um 1900, dokumentieren Produktionsumstände in den Fabriken und präsentieren Gestaltungsvariationen des Metalls. Das Material und seine Herkunft stehen hier im Zentrum der Objektbeschriftungen. Fiktive Materialbiografien machen darüber hinaus die Entstehungsgeschichte der Objekte zugänglich – von der Mine ins Museum.

Die Inhalte der Ausstellung sind in Zusammenarbeit mit den Studierenden des Instituts für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden.

 
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Eine reich verzierte Vase.