
Eckvitrine nach Entwurf von Georges Hoentschel, Tafelaufsatz nach Entwurf von Agathon Léonard, Möbel von Eugène Gaillard und Hector Guimard, Tapete nach Pariser Vorbild. Um 1899.
Mit der Darbietung seiner Ankäufe auf der Pariser Weltausstellung 1900 in einem geschlossenen Ensemble gab Justus Brinckmann den entscheidenden Anstoß für die Reform der Museumspräsentation. Im „Pariser Zimmer“ - auch heute noch der zentrale Raum der Jugendstil-Sammlung - vereinigte er Objekte verschiedener Gattungen, um die Einheit der Künste begreifbar zu machen.
So stellte er in Vitrinenschränken, die für sich bereits außergewöhnliche Kreationen des Art Nouveau sind, Pretiosen und Kleinkunst aus, darunter den berühmten Tafelaufsatz „Das Schärpenspiel“. Aber auch andere Möbel, Tapisserien, Druckgrafiken, Zeichnungen und Skulpturen von hoher Qualität gehören zum Ensemble.