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JUGENDSTIL UND MODERNE









Die Abteilung Jugendstil geht auf den Museumsgründer Justus Brinckmann zurück, der vor allem die Pariser Weltausstellung 1900 dazu nutzte, eine große Sammlung zeitgenössischer angewandter Kunst anzulegen.
Im Mittelpunkt seiner Erwerbungen standen Möbel und Zimmereinrichtungen, Wandteppiche, Textilien, Lampen, Zierobjekte aus Glas, Metall, Keramik, sowie Skulpturen, Bücher und Schmuck. Es war der größte Ankauf eines deutschen Museums von Werken dieser Zeit. Brinckmann vereinigte sie zu einem „Gesamtkunstwerk“, dem Pariser Zimmer. Spätere Generationen haben diesem Bestand zahllose weitere Objekte hinzugefügt, darunter Möbelensemble der Wiener Werkstätte und der Darmstädter Künstlerkolonie. Ihre jetzige Aufstellung im Westflügel des Museums erhielt die Jugendstilabteilung 1977. Das Pariser Zimmer wurde 2001 vollständig renoviert.

Der Nordflügel beherbergt Werke expressionistischer Künstler, u.a. von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Erwin Haizmann, Ewald Matar. Diese Sammlung ist im Kern das Vermächtnis des zweiten Museumsdirektors Max Sauerlandt (Direktorium 1919 -1933), der viele Künstler seiner Zeit förderte. Dem Expressionismus schließen sich die Räume des Bauhauses, des Art Déco und der 1930er Jahre an.

Die Sammlungen der Jahre 1945 bis heute sind besonders umfangreich, aber aus Platzgründen nur in einer Auswahl zu sehen. Die Designabteilung enthält vor allem Möbel der 1950er bis 1990er Jahre. Einen Schwerpunkt bildet die von Dieter Paul und Kristian Templin zusammengetragene und in den Jahren 2000-2001 gestiftete Sammlung italienischen Designs, aus der Werke der Mailänder Künstlergruppe Memphis herausragen.
Überaus reichhaltig ist auch die Sammlung des jüngsten europäischen Kunsthandwerks, die die Gewerke Metall, Glas, Keramik, Holz umfasst. 2002 übernahm das Museum aus dem Nachlass von Dr. Hans Thiemann mit über 2000 Objekten eine der größten Sammlungen internationaler Studiokeramik der 1950er bis 1990er Jahre. Auf seiner Jahresmesse des norddeutschen Kunsthandwerks erwirbt das Museum seit den 1960er Jahren kontinuierlich Werke angewandter Kunst. Die Sammlung Kunsthandwerk gehört zu den größten ihrer Art in Europa. Seit 2002 befindet sich ferner eine Sammlung von 250 Gemälden und Grafiken der Hamburgischen Sezession (1919-1933, als Dauerleihgabe der Hamburger Sparkasse im Museum für Kunst und Gewerbe.


 
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