Archiv

6. Februar bis 3. Mai 2009
Die Erinnerung ist oft das schönste
Fotografische Porträts von Romy Schneider

Herbert List, Max Scheler, Roger Fritz, F. C. Gundlach, Will McBride, Peter Brüchmann, Werner Bokelberg, Helga Kneidl und Robert Lebeck fotografierten Romy Schneider auf ganz unterschiedliche Weise, als junges Mädchen, in ihren Filmrollen, mit ihren Kindern, scheinbar unbeobachtet im Alltag oder in Posen und Verkleidungen, fröhlich oder nachdenklich, schön und verletzlich. Zu sehen sind mehr als 140 Aufnahmen, davon werden rund 40 erstmals gezeigt. Von kaum einem anderen Star existieren so viele verschiedene und so widersprüchliche Bilder. Romy Schneider wurde tausendfach fotografiert – und doch ist sie immer rätselhaft geblieben. Die in der Ausstellung präsentierten Fotografen trafen nur einmal auf Romy – Herbert List etwa hielt den Teenager um 1954 auf bisher unbekannten Bildern fest – oder begleiteten sie durch ihr Leben, wie Robert Lebeck, dem seit den 1950er-Jahren bis kurz vor ihrem Tod beeindruckend persönliche Aufnahmen gelangen. Die Momentaufnahmen lassen den Mythos Romy lebendig werden, gleichzeitig wird die Vergänglichkeit des Daseins auf eindrückliche Weise sichtbar. Denn das Grundwesen der Fotografie ist es, ein Abbild zu schaffen, um Geschehenes dauerhaft bezeugen zu können. Doch schon im Moment der Aufzeichnung ist das aufgenommene Foto nur noch Beleg eines flüchtigen Augenblicks.