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bis 30. Oktober 2011
Grafikdesign im Jugendstil
Der Aufbruch des Bildes in den Alltag

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zeigt anlässlich der Aufarbeitung einer der weltweit umfangreichsten Sammlungen der Gebrauchsgrafik eine Ausstellung mit mehr als 350 Grafiken aus den Jahrzehnten der explodierenden Bilderwelt um 1900. Zu den Entwerfern aus Europa und den USA gehören führende Künstler von Henri de Toulouse-Lautrec, Edouard Vuillard, Alfons Mucha, Henry van de Velde bis zu Peter Behrens. Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse des großen Forschungsprojektes, ermöglicht durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, und zeigt entscheidende Entwicklungen des Historismus, der Art Nouveau, des Jugendstils, der Wiener Secession, des Expressionismus und der Art Déco in Europa und der neuen Werbung in den USA. Die Künstler behandelten im Medium Grafik vor allem moderne Themen wie Sport, Mode, Politik, Technik und Alltag und legten den Grundstein für das heute so selbstverständliche Corporate Design, für ein professionalisiertes Grafikdesign und für eine Ästhetik der Werbung. Plakate, Buchtitel, Kalender, Postkarten, Geschäftskarten und Briefbögen waren damals ein hoch aktuelles Thema.

Abb.: Hans Christiansen (1866 – 1945), Titel für die Zeitschrift „Jugend“, Nr. 14, 1897, MKG