Die wachsende Nachfrage an Motiven für die Produktwerbung sicherte dem Medium Fotografie seit den 1920er Jahren immer größere Marktanteile und machte es zur ernsthaften Bedrohung für die Druckgrafik. Innovative Fotografen wie Albert Renger-Patzsch, der u.a. für die Jenaer Glaswerke arbeitete, gewannen schnell an Bedeutung. Seine stilprägenden Aufnahmen gelten als Sinnbild der industriellen Serienfertigung: Erst durch die massenhafte Reihung nüchterner Nutzobjekte tritt ihre formale Schönheit zutage. Wegen seiner sachlichen, an das Bauhaus erinnernden Bildsprache, gilt er heute als einer der berühmtesten Vertreter der Strömung des Neuen Sehens.









































































