Das Wohn- und Balkonzimmer stammt aus der repräsentativen Villa, die zwischen 1832-36 von dem Architekten Alexis de Chateauneuf entworfen wurde, der auch die Hamburger Alsterarkaden erbaute. Zusammen mit dem Maler Erwin Speckter schuf er mit diesem Haus, in dem Architektur und Innenausstattung meisterhaft aufeinander abgestimmt waren, sein bedeutendstes Gesamtkunstwerk. Carl Julius Milde vollendete die von Speckter begonnene spätklassizistische Ausmalung des Balkonzimmers. Gezeigt werden ideale Landschaften mit Amor, Venus, Apoll und den Musen sowie Flächen füllende Grotesken auf weißem Grund. Die wie Kandelaber aufsteigenden Ornamente aus Pflanzenranken, fantastischen Menschen- und Tierfiguren, Eroten und Fabelwesen sind von pompejanischer Wandmalerei inspiriert. Nach Abbruch des Hauses 1905 gelangte dieses Zimmer in das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.































































