Allgemeine Moden-Zeitung: Eine Zeitschrift für die gebildete Welt

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Hrsg.: Johann Adam Bergk (1769-1834)Jg. 26.1824LeipzigAbb. aus der Beilage "Tagesbericht für die Modenwelt"; Modekupfer Nr. 30 und Doppelkupfer Nr. 35 (Stickmuster)25 x 21 cm (gebundener Jg. H 8 cm)

Mit der Französischen Revolution (1789-1799) fielen viele Standesvorschriften, so auch die Kleiderordnung. Modezeitschriften in bürgerlichen Kreisen waren deswegen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts außerordentlich beliebt, besonders, wenn sie "Modekupfer" enthielten, feine Kupferstiche, oftmals auch handbemalt. Sie zeigten der interessierten Öffentlichkeit, was gerade en vogue war und setzten auch neue Trends. Die "Allgemeine Moden-Zeitung" aus Leipzig wurde zunächst von einem Privatgelehrten herausgegeben, der sonst populär-philosophische Schriften verfasste. Johann Adam Bergk gehörte, wie Friedrich Arnold Brockhaus (1772-1823) oder Siegfried August Mahlmann (1771-1826), zur Leipziger reform-liberalen Elite, die zu ihrer Zeit die auflagenstärksten Zeitungen bestimmten.