Tulpenvase

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1670-80DelftFayenceH 35 cm; B 60 cm

Im 17. Jahrhundert wurden die Niederländer von einer leidenschaftlichen Begeisterung für die Tulpe erfasst. Diese Tulpomanie führte zu riskanten Spekulationen an der Börse, aber auch zu zahlreichen Erfindungen neuartiger Fayencegefäße. Sie sollten die begehrten Tulpen und andere kostbare, im Garten gezüchtete Zwiebelgewächse auch im Haus wirkungsvoll präsentieren. Nach dem Vorbild des chinesischen blau-weiß Porzellans entstanden spezielle Behältnisse aus Delfter Keramik. Sie waren mit einem Wasser-Reservoir ausgestattet, in denen sich die Schnittblumen einige Tage lang frisch hielten. Den Dekor bilden europäische Jagdszenen und chinesische Motive wie die Drachen mit aufgerissenen Mäulern als Henkel und zähnefletschende Tierköpfe, die sich in die Tüllen verbeißen. Die Tüllen geben den Blumen Richtung und Halt und setzen jede einzelne für sich in Szene. Zugleich entsteht der Eindruck eines sorgfältig komponierten Blumenarrangements. Dieses Werk finden Sie auch auf MKG Sammlung Online.