Wasserpfeifengefäß

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Safawiden-Dynastie, 17. Jh.IranQuarzfritte mit kobaltblauer Bemalung unter der Glasur

Die muslimischen Länder des Nahen und Mittleren Ostens brachten dem dünnwandigen, weißen, durchsichtigen und harten Porzellan aus China eine unvorstellbare Bewunderung entgegen. Das führte im 12. Jahrhundert zur Erfindung der Keramik aus Quarzfritte, die bei höheren Temperaturen gebrannt werden konnte und dem Porzellan nahekam. Vom 14. bis 19. Jahrhundert wurden große Mengen chinesischen Blauweiß-Porzellans in die muslimischen Länder eingeführt. Ihre Dekore übten vor allem in der Safawiden-Zeit einen großen Einfluss auf die persischen Töpfer aus. Das Wasserpfeifengefäß zeigt eine interessante, von China inspirierte Neuschöpfung. Auf der einen Seite sind Blütenstauden zu sehen, auf der anderen wild verschlungene Gräser mit Steinen. Der persische Töpfer verwandelte den bildhaft-erzählerischen Dekor des chinesischen Vorbilds in ein ornamental-abstraktes Gefüge.