Prachtkoran

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Osmanische Dynastie, 16. Jh.Türkei

Der prachtvolle Koran entstand als Gemeinschaftswerk verschiedener Künstler. Der Kalligraf nahm unter ihnen den höchsten Rang ein und signierte sein Werk auf der letzten Seite. Im 16. Jahrhundert arbeiteten am Hof der osmanischen Sultane in Istanbul einheimische wie persische Schriftkünstler, Illuminatoren und Miniaturmaler. Die wichtigste Aufgabe dieser Werkstätten war die Herstellung illuminierter, das heißt ornamental in Farbe ausgeschmückter Koranhandschriften für Moscheen und Koranschulen. Die ersten beiden Seiten und die letzte sind reich verziert. Hervorgehoben wurden auch die Überschriften der Suren, und Rosetten dienen als Trennung der Verse. Bei der Gestaltung mussten die Zeilen und sich gegenüberliegenden Seiten genau geplant werden. Geschrieben wurde mit einer Rohrfeder in schwarzer, farbiger und goldener Tinte. Man verwendete die arabische Schrift in dem für Korane bevorzugten naschî-Stil. Geschrieben wird von rechts nach links. Dieses Werk finden Sie auch auf MKG Sammlung Online.