Kanne

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spätes 15. Jh.Syrien oder VenedigBronze

Tauschierte, d.h. mit Einlagen wie Silber, Kupfer oder Gold versehene, Metallarbeiten aus dem mamlukischen Syrien und Ägypten stellten das Luxusgeschirr der Oberschicht dar. Im 15. Jahrhundert waren sie ein höchst bewundertes und begehrtes Gut für die Europäer. Die Gefäße sind mit einem kleinteiligen Gespinst von Ranken überzogen, wie es die Kanne beispielhaft zeigt. Die miteinander verflochtenen Ornamente liegen in mehrfachen Ebenen dicht übereinander gelegt. Reisende brachten die kostbaren, wie Gold schimmernden Metallarbeiten von den Basaren in Kairo oder Damaskus nach Italien. Ihre Beliebtheit führte dazu, dass man sie in Venedig nachahmte. Die venezianische Republik, die einen regen Handelsaustausch mit den Mamluken unterhielt, führte diese Metallarbeiten in größeren Mengen ein. Man sandte auch Messinggefäße zum Tauschieren nach Kairo. Es ist bei den unsignierten Metallarbeiten dieses Typs daher oft schwer zu entscheiden, wo genau sie hergestellt wurden.