Mumienporträt

Fenster schliessen
Bild /
spätes 2. Jh. n. ChrÄgyptenHolz mit WachsmalereiH 36 cm; B 11,5 cm

In Ägypten wurden die Leichname der Oberschicht mumifiziert, um den Körper für die Rückkehr der Seele und den Eingang in die Unterwelt zu erhalten. Die ausdrucksstarken und realistischen Mumienporträts sind von der römischen Porträtmalerei beeinflusst und haben in der ägyptischen Kunst keine Parallelen. Sie entstammen einer den Ägyptern fernen Totenkultur: Die Mumie des Verstorbenen wurde längere Zeit im Haus aufbewahrt, bevor man sie bestattete. Dort nahm sie weiterhin Anteil am Leben der Familie. Erst nach Ablauf der Trauerzeit erfolgte die Beisetzung. Das Bildnis übernahm die Funktion einer Totenmaske. Durch das günstige Klima in Ägypten haben sich diese Bilder als beinahe einzige Zeugnisse antiker Tafelmalerei erhalten. Dieses Porträt zeigt eine reiche Ägypterin mit aufwändiger Modefrisur, kostbarem Schmuck und teurer Kleidung. Dieses Werk finden Sie auch auf MKG Sammlung Online.